----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e ----------------------------------------------------------------- >--- der wirklichkeitsnahe Brief >--- zur Praxis und Ethik des Marketings in der Neuen Oekonomie Deutsche Bibliothek ISSN 1438-4914 (Archiv) Jahrgang/Ausgabe/Datum 2 / 2 / 31.3.2000 Frequenz ca. zehn Ausgaben im Jahr Preis gratis Herausgeber Dipl.-Ing. Oliver Baer Homepage http://www.baerentatze.de Zur besseren Lesbarkeit verwenden Sie bitte COURIER 12 pt. > INHALT ----------------------------------------------------------------- - Kommentar 1 Nein, dieses Marketing ist nicht Eins zu Eins 2 Cluetrain schlaegt Wellen 3 Unsachliches aus meiner Praxis 4 Tschaeckliste: Organisation der Email 5 baerentatze unerreichbar? - Wir ziehen um 6 Technische Hinweise: Anmeldung, Abmeldung usw. / Impressum 7 Spottolski - Nachlese zur CeBIT 2000 8 Die Diskussion ist eroeffnet 9 Gegen den Strich gekaemmt WER NUR SPOTTOLSKI SUCHT, MUSS DEN ANDEREN KRAM NICHT LESEN. GLEICH NACH UNTEN DURCHBLAETTERN! > KOMMENTAR ----------------------------------------------------------------- ---- Thema der baerentatze ist die Ethik und Praxis des Marke- tings in der Neuen Oekonomie. Wird die baerentatze nun zum Boersenblatt? Liebe Freunde der baerentatze, Der Neue Markt an der Boerse hat mit den Maerkten der Neuen Wirt- schaft so viel zu tun wie Militaermusik mit Musik. Das Eine ge- hoert zum Anderen, und ist eben nicht das Ganze. Im Amerika des 19. Jahrhunderts waren die Menschen von der Eisen- bahn begeistert, sie waren angefeuert von dem Gedanken, dass dieser unfasslich grosse Westen des Landes erschlossen werde. Phantasien lockten das grosse und kleine Kapital an, die Schie- nen und Zuege wurden finanziert, das wilde Land wuchs zur maech- tigsten Nation der Welt. Beim Hobeln sind viele Spaene gefallen, die Schwachen der Wirt- schaft wurden untergebuegelt. Heute wissen wir die Kehrseite des Starken zu schaetzen, der Umgang mit Schwaeche unterscheidet uns von Tieren und Pflanzen. Nicht immer. Nehmen wir zur Kenntnis, dass der Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft hart ist und kein Wehgeleide wird ihn abwenden. Auch Aussitzen ist eine unglueckliche Antwort. Anders als bei den Eisenbahnen reden diesmal die Betroffenen mit, und nicht mit Pfeil und Bogen. Ihre Waffe ist der Klick: Weg von dem Unfug, hin zu saftigen Wiesen. Ueber kurz oder lang merkt Jeder, dass die Zeit des hilflosen Ertragens von armseligen Bot- schaften vorbei ist. Wer die Courage hat, seinen Geist zu wecken, wehrt sich. Er waehlt und gestaltet mit. Das ist in der Tat eine Bedrohung. Weniger fuer die Schwachen und die Kleinen, als Jene die sich fuer stark halten, aber nur gross, vielleicht zu gross sind. Ob die Schwachen die Starken tolerieren werden? Der Klick beschert uns intelligente Kuehlschraenke und auf unse- rem Handy piepst eine Botschaft der MacJunk-Filiale, an der wir soeben vorbeifahren. Das wird uns weiterbringen. Oder wir ergrei- fen die Chance, Sinnvolles und Dauerhaftes zum Geschaeft zu mach- en. Was da moeglich ist, haben wir kaum angekratzt. Dagegen war der unerschlossene Westen ein Schrebergarten. Speku- lieren daher auch wir, nicht am Neuen Markt, sondern um die Bewegungen der Menschen in der Klick- und Pieps-Oekonomie. Die Diskussion wird am 31.3. eroeffnet - siehe unten: Abschnitt 8. Ihr Oliver Baer > 1 NEIN, DIESES MARKETING IST NICHT EINS ZU EINS ----------------------------------------------------------------- >--- Wie wir mit Einem sprechen, der uns gegenueber sitzt, wis- sen wir. Unterstellen wir's mal. Wie man zu 20 Millionen TV-Zuschauern spricht, ist auch kein Geheimnis. Notfalls heuern wir Herrn Jauch, der kann's. Was wir noch nicht kennen, aber schleunigst erkunden moechten, liegt dazwischen, darueber und dahinter: Das ist der Diskurs im Worldwide Web. Und weil im Web und im Internet unser Zeitbegriff strapaziert wird, liegen die Loesungen fuer diese terra incognita oft im vierdimensionalen Bereich. Wer kennt sich da schon aus? Fuer das Marketing lautet die flotte Antwort: Eins-zu-Eins. Kom- binieren Sie Datensammlung, Rechnerleistung und Internet, dann koennen Sie jeden Menschen persoenlich betreuen: "Lieber Herr Meisegeier, da Sie unser Knieknitzelgeraet erworben haben, stellen wir Ihnen heute die Turboversion mit dem aufblas- baren Sockenhalter vor, hell-reseda, passend zur mausgrauen Aus- gehsandale, die wir Ihnen im Maerz andrehen durften." Aber sind die Menschen so stumpf? Koennte es sein, dass sie bemerken, in dieser Formel 1:1 (Mensch zu Mensch) werde auf einer Seite gemogelt? Da sitzt eine Maschine, die so gepolt ist, dass sie tut, als sei sie ein Mensch! Ist das 1:1 Marketing? Wenn eine digitale Gestalt den Menschen belaestigt, koennte man ehrlicherweise vom 0:1 Marketing spre- chen. Das waere auch ganz nett, vielleicht sogar sinnstiftend: "Diese Email schickt Ihnen Firma Merkwuerdige Produkte GmbH als automatische Rueckmeldung: Passend zu Ihren Einkaeufen, besteh- end aus ... und ..., gibt es jetzt ein Zusatzgeraet, das Ihnen vielleicht gefaellt. Da Sie um Benachrichtigung gebeten haben, laedt Sie die Firma zu einer Vorfuehrung ein. Bitte klicken Sie: www.merkwuerdig.de/sockenh/demo.de. Sollten Sie eine persoenliche Beratung vorziehen, schicken Sie diese Mail einfach zurueck, oder rufen Sie Frau ... unter dieser Nummer an: ...." Das waere zwar noch immer Primitivmarketing, aber ein Schritt entlang der Lernkurve zu einer vertraeglichen Beziehung. Dann saehe die Zukunft so aus: Ihre Kunden melden sich von alleine, sie sind bereits im Bilde, was es Neues gibt, und sie kaufen es zu einem fairen Preis (wie bitte?). Und obendrein schleppen sie weitere Kunden an. Zu schoen um wahr zu sein? Das nun nicht, jedenfalls nicht ganz. Sie brauchen naemlich Mut und ein gutes Betriebsklima. Beide sind billiger als die ollen Marketingtricks, und beide wachsen - nun denn, fast - von alleine: Sorgen Sie dafuer, dass Ihre Kunden untereinander in's Gespraech kommen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter daran teil- nehmen. Wenn Gutes ueber Sie geredet wird, verbreitet sich die frohe Maer. Wird ueber Sie geschimpft, erfahren Sie's ohne Umwege und Sie haben eine Plattform, wo Sie zeigen was Ihr Haus kann. Geht nicht? Die Mitarbeiter sind zu doof, die Kunden zu frech, und ueberhaupt, die Menschen, sie sind nicht so? Na gut, und wenn doch, wie soll man das anstellen? - Fortsetzung folgt. (ob) __________________________/ Anzeige /____________________________ "Maerkte sind Gespraeche" Zu denen Ihr eigener Newsletter das Thema vorschlaegt ________________________________________________________________ > 2 CLUETRAIN SCHLAEGT WELLEN ----------------------------------------------------------------- ---- Sollten die Verfasser des Cluetrain-Manifests Recht behal- ten, blueht den Maerkten eine Umkehr der Machtverhaeltnis- se. Der virtuelle Krieg von Etoys gegen Etoy belegt, dass der Wandel begonnen hat: Der Spielzeugmulti hat gegen eine Handvoll Kuenstler verloren. Weil sich ein paar zig-tausend Netzbuerger nicht bieten liessen, dass Macht vor Recht geht. Worauf der Kurs von 70 auf 27$ sank, das mochten die Anleger naemlich nicht gern. In dieser veraenderten Landschaft liegen reizvolle Chancen fuer Anbieter, vorausgesetzt sie sind dem offenen Diskurs mit den Men- schen im Markt und im eigenen Unternehmen (!) gewachsen. Offenheit bedeutet, laut Manifest, wahrhaftig aufzutreten, mit unverstellter Stimme und Bescheidenheit zu sprechen. Die Menschen honorieren das, sie fordern es sogar. Und sie setzen sich durch, indem sie sich Jenen zuwenden, die ihrem Wunsch entsprechen. Ist das die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahr- heit? Beispielsweise die Jugendlichen fallen doch auf den groess- ten Schmonz herein. Sie verquatschen ihr Geld am Handy, auf ihren Klamotten prangen teure Logos und wer weiss, was beim Techno alles geschieht ... Wenn wir uns mal nicht taeuschen. Eine Langzeitstudie im Auftrag von Focus (18.3.2000) verkuendet: "In der Jugend waechst die Sehnsucht nach emotionaler Harmonie. Kinder, Familie und Freundschaft geniessen ... hoechste Prioritaet". Nanu, wenn das keine alten Tugenden sind? Cluetrain behauptet munter, gegen die breithaendig gesaete Mas- senwerbung seien wir resistent geworden. Trotzdem funktioniert sie noch. Wer nachlaesst, verliert Marktanteile. Leben die Clue- train-Avantgarde und die zappende Mehrheit auf verschiedenen Planeten? Nehmen wir an, es gaebe einen Trend, nur seine Kraft koennen wir nicht abschaetzen. Dann mag Jeder selber hinsehen: Wer fuehrt wen an der Nase herum? Nehmen die Kids den Trend hoch, so wie Sie als Unternehmer die Foerdermittel abgreifen? Gilt Markentreue, die ein halbes Jahr ueberlebt, bereits als Erfolg des Brandmarketing? Wie koennte die Kehrtwende in der Werbung aussehen? Bisher hat der Anbieter seine Geschuetze auf die Zielgruppe abgefeuert. Stellen wir uns vor, die Werbeagenturen mutieren zu Anwaelten der Kunden. Dann werden die Anbieter fuer das Privileg bezahlen, von Communities ueberhaupt eingeladen zu werden. Es sei denn, die Anbieter haetten - erstens - verstanden was eine Community (Gemeinschaft) dieses Zeitalters ausmacht und wuessten - zweitens - damit umzugehen. Einstweilen hat die Cluetrain-Debatte die Maechtigen in der Industrie, nicht nur im Internetgeschaeft der USA erreicht. In der Financial Times wird Cluetrain-Manifesto, The End of Business As Usual, an zweiter Stelle der Business-Buecher in den USA gefuehrt. Ich wuerde das nicht laenger ignorieren. Leser der baerentatze waren uebrigens nicht zufaellig vorab im Bilde, denn das Neue Marketing ist unser Thema. (ob) > 3 UNSACHLICHES AUS MEINER PRAXIS ----------------------------------------------------------------- ---- Was Sokrates, Kamele und Parzival mit dem Internet zu tun haben. Ich stehe gelegentlich vor Geschaeftsleuten, die meine seltsamen Gedanken zum Internet hoeren moechten. Im Durchschnitt bezieht ein Drittel der Hoerer Emails und surft schon mal im Web. Sie nicken, sind frecherweise auch mal anderer Meinung, und die Aufmerksamen ahnen, dass vernetzte Buerger der Informationsgesellschaft nicht Schafe des realen Alltags sind. Die Uebrigen lassen sich amuesieren, stellen eine kulturpessimis- tische Frage, freuen sich auf das anschliessende Bier und ... das war's dann. Darauf koennte ich ja sagen: Hauptsache, mein Honorar stimmt. Aber auf Zeitvertreib bin ich nicht angewiesen. Mich macht der Casus gruebeln: 1. Sokrates soll gesagt haben: Ich weiss, dass ich nichts weiss. Deshalb fielen ihm viele Fragen ein. Und was man in Hellas nach dem Vortrag gebechert hat, wird ihm wohl auch geschmeckt haben. > Aber was wird aus Jenen, die nicht ahnen, dass sie nicht > wissen, was sie nicht wissen? 2. Die Karawane zieht derweil in die Ferne und die Reisenden werden bemerken wer fehlt, wenn zur Rettung der Verlorenen Keiner mehr umkehren mag. Leider zaehlen zu den Zauderern nicht die Duemmsten. Auch wirk- lich nette Zeitgenossen, deren Gesellschaft wir vermissen werden, halten unverdrossen das Internet fuer einen Prospektstaender und das Handy fuer ein Telefon. Manche zaudern sogar, das Internet als elektronische Plakatwand zu missbrauchen. Wenn's hoch kommt, kleben sie in Gottes Namen ihre Botschaften darauf - bringt ja nichts, schad't auch nichts, aber es macht bald Jeder. Und fuer die paar Emails hat man Sekre- taere. Und aus dem WAP wird eh nichts. Nun ja. Uebrigens versaeumte auch Parzival, die Frage zu stellen. Aber es ist gut, dass wir mal darueber gesprochen haben. (ob) > 4 TSCHAECKLISTE: ORGANISATION DER EMAIL ----------------------------------------------------------------- ---- Hier wird gebenchmarkt. Oder benchgemarkt? Ist egal, nun vergleichen Sie mal, wie fort Ihr Haus geschritten ist. | | Die Kammer meint, das sei noetig, also richten wir eine Emailadresse fuer die Firma ein | | Ausserdem gab's webmaster@unserekomischewebsite.de umsonst, die Adresse kam mit dem Starterpaket | | Vielleicht weiss die Agentur was Webmaster heisst? | | Uns schreibt sowieso Keiner | | Naechstes Jahr kommt die Mail-Adresse auf den Prospekt | | Ich hab's probiert. Unserem Verband habe ich eine Email schicken lassen - waer nie angekommen, sagt der Vorstand | | Hab ich doch gesagt, das wird nichts | | Heute kam eine Email von einer netten jungen Dame. Was sie vorschlaegt, klingt allerdings gewagt | | Die Kammer warnt: Vorsicht - Viren! | | Ich sag zur Frau Meisegeier (was unsere Sekretaerin ist), sie zieht besser Handschuhe an, bevor sie den PC anwirft. | | Immer baeckab machen, sagt die Kammer. Wegen der Viren? | | Die Meisegeierin druckt mir eine Bitte um Angebot aus, aber daraus wird nichts: Keine Adresse, kein Postfach! Hoffent- lich meldet sich der per Telefon! | | Wir sollen mit unserer Community reden, sagt der Baer, per Email. Gottseidank hat die Meisegeier ein Woerterbuch: Mit der Gemeinde reden? Mit dem Buergermeister spiel ich Skat, jede Woche. | | Die Jungs nebenan, die jetzt an der Boerse sind und dicke Daimler fahren, sagen, das waer alles mit Email gelaufen. | | Lass mal, die kommen schon wieder auf den Boden. | | Die junge Dame hat offenbar eine Menge Freundinnen. Ich les jetzt meine Emails selber. | | Die Email von unserem Verbandsvorstand, da war ein Wurm im Attachement, sagt unsere Virensoftware. Was wird aus den Viren und Wuermern, weiss das wer? - Werzeihung ... | | Unser PC war acht Stunden lahmgelegt. Der Techniker meint, das sei rekordverdaechtig: 20 Emails, davon zwei Drittel Spam (WOERTERBUCH!) und schon infiziert! | | Der Buergermeister legt sich eine Emailadresse zu, jetzt wo seine Frau auf Kur ist. | | Ich denke, die Emailsache entwickelt sich. (hh) > 5 BAERENTATZE NICHT ERREICHBAR? - WIR ZIEHEN UM ----------------------------------------------------------------- ---- Unveraendert bleiben die Adressen der Websites und fuer die Email. Lediglich die Adressen mit denen Sie die baerentatze bestellen oder abbestellen, haben sich geaendert. Waehrend des Umzugs kann es vorkommen, dass meine Websites nicht erreichbar, Emails unzustellbar sind. Ich bitte um Nachsicht, es laesst sich offenbar nicht aendern. Siehe auch: Groesse und Staerke von Unternehmen ... In Kuerze gibt es dafuer schnellere Zugriffszeit fuer Sie, und ich freue mich auf Ihre Klicks, die Sie weiterhin mit Sinn und Verstand taetigen moegen. (ob) > 6 TECHNISCHE HINWEISE & IMPRESSUM ----------------------------------------------------------------- >--- Bestellen und Abbestellen mit einer leeren Mail an: zum Bestellen des Abos zum Abbestellen >--- Redaktionspolitik, Themen: >--- Beitraege von Ihnen: Bitte per Mail an: >--- Ihre Wuensche, Anregungen, Ideen: Bitte per Mail an: >--- Impressum: V.i.S.d.P.: baerentatze wird herausgegeben von Oliver Baer Schleissbergstr. 10; D 01896 Ohorn; Deutschland. Tel.:+49 (35 955) 4 00 99 | ob Oliver Baer | ii Isidor Iltis | hh Hortensia Hummel | Namentlich gezeichnete Beitraege stellen nicht die offizielle Meinung der Redaktion baerentatze dar, sondern die ihrer Autoren. Weder die Redaktion noch Oliver Baer uebernehmen eine Haftung fuer die sachliche Richtigkeit der Beitraege sowie daraus resul- tierende Handlungen. Copyright dieser Ausgabe liegt bei Oliver Baer, das der jeweiligen Beitraege bei ihren Autoren. Eine Ver- vielfaeltigung und/oder Weiterverbreitung der baerentatze ist nur komplett, nicht auszugsweise, und nur mit ausdruecklicher Zustim- mung des Autors zulaessig. Fuer unverlangt eingesandte Manuskrip- te wird keine Haftung uebernommen. > 7 SPOTTOLSKI - NACHLESE ZUR CeBIT 2000 ----------------------------------------------------------------- ---- Bekanntlich hat die Zoff-Community der Ohorner Kater auf der CeBIT ihr MAP vorgestellt, ein verbessertes Tuhl zur Miezenbindung. Spottolski, der viel zitierte Fachkater fuer laendliches Marketing, gab bekannt, dass zwischen den Hal- len 25 und 26 "raumgreifende Anbahnungen" erfolgt seien. Wir fassten nach. bt: Einen eigenen Stand hatten Sie auf der CeBIT nicht? Spot: Die Fat Cats sind trotzdem da gewesen. Sie staunen, aber unsere Repraesentanten, uebrigens auch die -onkels, waren mit Schwarzzahntechnik matrixmaessig vernetzt. In dieses Web tappt Jeder, irgendwann. bt: Aber dann eruebrigt sich das MAP-Verfahren? Spot: Keineswegs. Eine 1:1-getunte Kundenbefassung nach unserem Miezen-Anschleichprogramm ergaenzt die bewaehrten Real Time-Simulationen. Macht auch mehr Spass. bt: Spass, im Marketing? Spot: Haben Sie nicht die Miezen auf der Messe bemerkt? bt: Was haben die mit Informationstechnik und Telekommunikation zu tun? Spot: Keine Ahnung. bt: Aber Sie behaupten, auf die hautnahe Beruehrung mit dem Kunden kaeme es an. Erklaeren Sie das bitte unseren Lesern. Spot: Eins-zu-Eins heisst fuer erwachsene Kater: Dran ist nicht drin. Wer sich angeschlichen hat, kommt zum Schluss, aehm, Vertragsabschluss. Sofort, oder er kann's vergessen. bt: Und dabei hilft ihm MAP? Spot: Natuerlich, aber er darf nicht troedeln. Fragen Sie mich mal nach den geilen internationalen Kontakten. bt: Was ist mit Ihren geilen internationalen Kontakten? Spot: Wir haben auf der CeBIT die Kooperation mit Kollegen aus Lettland verabredet. Deren Vorsprung durch Schwaptechnik, veredelt durch unseren MAP-Content, generiert millionen- fachen Ueberschwap. Diesen beuten wir jetzt gemeinsam aus. bt: Wie organisieren Sie Ihre Zusammenarbeit? Spot: Wir teilen nach dem Schema: Ich ein / du ein / ich ein bt: Ah, Sie vertreten die Ethik der Neuen Oekonomie? Spot: Versteht sich. Auf Ethik fahren wir total ab. bt: Sie erwaehnten die Fat Cats. Wen meinten Sie? Spot: Ich kann Ihnen verraten, dass wir sogar mit Amerikanern gesprochen haben. bt: Warum 'sogar' mit Amerikanern? Spot: Wir waren ueberrascht, dass es sie gibt. In Ohorn kommen die nicht vor. bt: Ihr Catweb hat also funktioniert. War die CeBIT ein Durch- bruch fuer die Sache der Zoff-Kater? Spot: Wir liegen voll im Trend des Neuen Marketings: "Erst Geben, dann Nehmen". Allerdings drehen wir die Reihenfolge schon mal um, wegen der groesseren Empathie ... bt: ... Empathie ist aber eine Eigenschaft des Menschen? Spot: Wer ist das? bt: Ihr Kunde. Spot: Ach der. Ich bin zutiefst stolz, sagen zu duerfen: Wir haben die Beduerfnisse des Kunden voll im Griff. Mit dem Datenbergbau sowie der Verknuepfung der Datensaetze mit denen aus der Lettischen Froschfuersorge erwuerfeln wir eine virtuelle Querberechnung mit den MAP-Saetzen. bt: Und was tun Sie damit? Spot: Man wird sehen. Uns faellt noch was ein. bt: Das heisst, Sie wollen an die Boerse? Spot: Stark, was? bt: Ja, ein starkes Stueck. Wir wuenschen alles Gute. Spot: Sag ich doch. Noch ist Polen nicht verloren. (ii) > 8 DIE DISKUSSION IST EROEFFNET ----------------------------------------------------------------- >--- Die Reise mit dem Cluetrain beginnt in Hamburg Dass ich am Wirtschaftsmagazin "brand eins" einen Narren gefressen habe, ist bekannt. Neu ist, dass ich einen kleinen Beitrag zur Aprilausgabe leisten durfte. Deswegen wird's nun hoechste Eisenbahn, dass Sie am Kiosk Ihres Hauptbahnhofs ein Exemplar kaeuflich erwerben, die Abonnements- karte saeuberlich heraustrennen und dafuer sorgen, dass Ihnen nicht mehr entgeht, wie ein zeitgemaesses, gedrucktes Magazin aussieht, und das der Art Directors Club mit Gold, Silber und viermal Bronze belohnt hat: Das innovative Wirtschaftsmagazin dieses Landes. In welch guter Gesellschaft Sie sich bewegen, werden Sie darueber hinaus entdecken, wenn Sie sich der Diskussion anschliessen. Klicken Sie und beteiligen Sie sich oder lesen Sie nur mit, was zu den von Cluetrain provozierten Fragen der Neuen Oekonomie, des Marketing, seiner Ethik und Praxis aus unserer europaeischer Sicht zu beden- ken waere. Wir sehen uns dort wieder, ich moderiere ein bisschen. Brand eins gibt es auch im Internet: , aber das ist kein Ersatz. Sollten Sie partout keinen Bahnhofs- kiosk finden: Wenn Sie mir versprechen, ein Abonnement zu erwae- gen, schicke ich Ihnen ein Exemplar, auf meine Kosten. Rufen Sie mich an: (035955) 40099. Aktuelle Links zur Neuen Oekonomie: >--- Das Cluetrain-Manifest im Original und auf deutsch: >--- Was ist der Unterschied zwischen BMW und Werbung? >--- Was hat die Deutsche Bahn mit Design und Marketing zu tun? >--- Wie rueckstendig muss man sein, um zur Altindustrie zu zaehlen? >--- Und einiges mehr zum Thema, wie immer auf: (ob) > 9 GEGEN DEN STRICH GEKAEMMT ----------------------------------------------------------------- ---- Ein Auto, das zum Schnellfahren animiert, glaenzt mit einer sensationellen Strassenlage. Dafuer sorgt der Konstrukteur, kurz und asketisch auch Designer genannt. Aber ich sehe schon, Spottolski schuettelt den Kopf. Nun, der Audi TT erinnert an Bernd Rosemeyers Rennwagen, mit dem er 1936 Europameister wurde. Und irgendwie sechsy ist der Kleine auch. Dass er vom Industrieforum Design (Hannnover) preisgekroent wurde, bringe ich dem Kater aber nicht bei. Waere der TT gutes Design, behauptet er naemlich, dann muesste ihm kein Heckfluegel angepasst werden - nachtraeglich. Vielleicht erklaeren uns einmal die Fachleute, in sex einfachen Katzenschritten, worin sich Design und Styling unterscheiden. Es sei denn, zur Funktion des Rennwagens gehoere, dass er aus der Kurve fliegt. Dann waere ich ja dem Kater eins ueber ... (hh) ----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e ------------ das waer's fuer heute -----------------------------------------------------------------