----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e März 2002 ----------------------------------------------------------------- >--- der wirklichkeitsnahe Brief >--- zur Praxis und Ethik des Marketings in der Neuen Ökonomie Deutsche Bibliothek ISSN 1438-4914 Jahrgang/Ausgabe/Datum 4 / 2 / 10.3.2002 Frequenz 6 bis 10 Ausgaben pro Jahr Preis weiterhin gratis, schaun wir mal Herausgeber Dipl.-Ing. Oliver Baer Virtueller Verlagsort: http://www.baerentatze.de Bei der Herstellung dieses Newsletters wurden die Tasten besonders schonend gedrückt. > Inhalt dieser Ausgabe ----------------------------------------------------------------- - Kommentar: Marketing macht Laune 1 Webseitenpflege leicht gemacht - Was hat Content Management mit Do-It-Yourself zu tun? Und wieder erklären wir Ihnen, wie Sie Kosten sparen. 2 Experte ist Jeder - Auch in Ihrem Unternehmen? 3 Die Wahl haben Sie - Nachtrag zur CRM-Sache 4 Unsachliches aus meiner Praxis - Hotlines - und was man vom Kunden lernt 5 Finanz-Services im Internet - Wenig Freude für Versicherer 6 Technische Hinweise und Impressum - Neuerdings mit Anmerkungen 7 Die Links dieser Ausgabe auf einen Blick, und weiteres - Ein kompakter Leser-Service 8 Binden oder fesseln? - Wer den Thaler nicht ehrt, ist den Pfennig nicht wert 9 Spottolski - Frühling wirds, und wieder CeBIT 10 Gegen den Strich gekaemmt: - Papierverbrauch steigt, trotz e-Kommunikation > Marketing macht Laune ----------------------------------------------------------------- Liebe Leser der baerentatze, Das Marketing-Fach macht zusehends mehr Freude. Manche mögen es zwar so heiß nicht, aber so ganz dieselbe wie noch vor zehn Jahren bleibt die Gesellschaft nicht, also ändert sich auch das Marketing, und was gestern noch funktionierte, tut's heute vielleicht auch noch. Vielleicht. Und wo nicht, spielt die Musik, da mischen wir mit. In freudiger Erwartung ziehen wir dieses Jahr zur CeBIT, denn nun müsste es möglich sein, mit den Anbietern Gespräche zu führen. Wir werden sehen. Für bona fide Leser der baerentatze hatte die Firma dial systems übrigens eine Bockwurst oder Ähnliches auf der CeBIT ausgelobt. Diesen Casus überprüfen wir persönlich und sind per Händi am 13. bis 15. März erreichbar für spontane Verabredungen. Falls Sie auch in Hannover sind, rufen Sie 0172 377 3791 an - das Passwort lautet "Spottolski". Ob wir in dieser Zeit zum Lesen unserer eMails kommen ... bezweifeln wir. Herzlichst, Ihr Oliver Baer > 1 Webseitenpflege leicht gemacht ----------------------------------------------------------------- ---- Was hat Content Management mit Do-It-Yourself zu tun? Und wieder erklären wir Ihnen, wie Sie Kosten sparen. Ein Blick in meine Kristallkugel läßt mich vermuten, daß 73,2% der baerentatze-Leser einen eigenen Webauftritt besitzen, aber nur 4,7 Prozent über hauseigenes Knowhow verfügen, den Auftritt kompetent zu pflegen und zu aktualisieren. Die anderen beauftra- gen damit einen externen Dienstleister - und 78,9% davon ärgern sich mindestens 3,4 mal im Monat, dass die Aktualisierung mehr Umstände macht und länger dauert, als angesichts des Aufwandes einleuchtet. Sie gehören dazu? Dann dürfen Sie hoffen. Mehrere Softwarehersteller gehen mit kleinen Content- Management-System an den Markt, die der Aktualisierung ihren Schrecken nehmen und das Risiko zerschossener Seiten bannen sollen. Wie klein die Kleinen sind, sehen Sie am Preis: Zwischen 200 und 600 Euro. Was können die taugen, wenn bisher die Preise für CMS im fünf- stelligen Bereich anfingen und - wie beim gescheiterten Projekt von Bild-Online - auch mal bis ins Achtstellige gingen? Einige Anbieter haben gemerkt, daß ihre potentiellen Kunden weder Bild, noch Stern oder Spiegel heißen und dass es überhaupt von diesem Kaliber nur eine Handvoll gibt. Von Ihrem Kaliber, liebe Leser, gibt es viel mehr. Selbst größere Unternehmen brauchen oft nur kleinere Webauftritte. Und Ihre Be- dürfnisse sind vielfach leicht zu erfüllen: Sie wollen die Eingangsseite regelmäßig aktualisieren, Produktlisten (mit Fotos) fortschreiben und im Service- bereich immer mal neues Knowhow ausbreiten. Sie pflegen maximal zwei Sprachen und - seit Einführung des Euro - zwei Währungen. Das lässt sich machen, und für weitergehende Ansprüche gibt es Zusatzmodule [a]. Die Anbieter haben verstanden dass es keinen Sinn hat, Ihnen ein paar PHP- oder Perl-Skripte in die Hand zu drücken - zu welchem Preis auch immer - mit dem Hinweis, daß die sich ganz leicht in apache\conf\httpd.conf einbinden lassen. Jetzt stecken sie ihre CMS für Menschen wie Sie und mich erst in eine ordentliche Anwenderoberfläche und dann in eine Verpackung wie jede andere Software auch. Daß da intern die gleichen Skripte werkeln, braucht niemanden zu interessieren: Hauptsache, jeder Mitarbeiter mit normalen Computerkenntnissen kann das Ding nach kurzer Einweisung bedienen. Auf der CeBIT werden wir ein paar ausgesuchte Anbieter besuchen. Lesen Sie demnächst mehr an dieser Stelle. (mc) [a] Ob ein CM-System und wenn ja, welcher von drei Haupttypen für Sie in Frage kommen, erfahren Sie in einem leicht ver- daulichen Überblick hier: >---- Anzeige ----- dial systems & baerentatze laden ein zur Diskussion ueber Kundendialoge: (bis Sommer) Zur CeBIT lädt dial systems Sie ein zu einer Stärkung am Stand. Vorausetzung, Sie wissen das Passwort: Spottolski. Zu Gast bei Firma "4D", in Halle 3, Stand E 18. >---- Anzeige ----- > 2 Experte ist Jeder Auch in Ihrem Unternehmen? ----------------------------------------------------------------- ---- Zum Autobahnbau hat jeder eine Meinung, auch ohne Führer- schein. Bei der Bahn ist es ähnlich: Es gibt Bahnfahrer, die sind häufig unzufrieden, und es gibt den Rest der Welt, der hat die Geduld mit der DB längst verloren. Die Einzigen die vom Bahnfahren (wie es der Kunde erlebt) nichts verstehen, sind angestellt bei der ... aber lassen wir das. Derweil vermarkten Sie keinen Personen- oder Güterverkehr, son- dern Heizungssysteme, Schokolade, Software, Autos, Handys, Ver- sicherungen und so weiter. Die Experten-Falle steht aber auch für Sie bereit, denn erstens hat der Kunde eine eigene Meinung, und zweitens istdiese gar nicht so irrelevant. Wenig hilfreich sind Kundenvernichtungs-Systeme - "Ihr Anruf ist uns sehr wichtig. Wenn Sie Fragen zu Ihrem Vertrag haben, drücken Sie die Eins! ..." - denn möglicherweise sitzt der Kunde am längeren Hebel. Aber mal abgesehen von der Gefahr, den Kunden zu verlieren: Warum verzich- ten so viele Anbieter auf die Expertise des Kunden? In einer unternehmensstrategischen Frage ist und bleibt der Kunde ein unbestrittener Experte: Wenn ihn Einer kennt, dann er selber. Oder sie, da wollen wir nicht dumm auffallen. Hingegen dürfen Sie ahnen, aber wissen können Sie es nicht, was in ihm vorgeht (oder ihr). Es sei denn, Sie redeten mit ihm, und auch dann bleibt ein Zweifel (oder mit ihr, falls Sie noch folgen können). Eine Zeit lang redete man landauf, landab vom Knowledge Manage- ment. Zu deutsch: Da geht's um den Umgang mit dem Wissen in Ihrem Unternehmen. In welchem Maße zählt zu diesem Wissen was in den Köpfen Ihrer Kunden vorgeht? Oder würde die direkte Rückmel- dung aus dem Markt Ihr Unternehmen nur verwirren? Kollege Joachim Schirrmacher, der auch in Amerika viel herumgekommen ist, behauptet der Autismus der Anbieter breite sich aus, auch dort. Das trifft selbst für die junge IT-Branche zu. Sie springt mit den Kunden um, als hätten sie die Krätze. Neuerdings findet man in der renommierten c't dazu eine - sehr lehrreiche - Rubrik "Vorsicht Kunde" [b]. Wir nennen das eine gute Nachricht, wir denken an die noch nicht Infizierten: Es müsste die reinste Kinderei sein, sich von der- artigen Praktiken abzuheben, durch Dialogfähigkeit angenehm auf zu fallen und in der Folge bessere Geschäfte zu machen. Liebe Leser, die Geschäftsaussichten für kundenaffine Anbieter bleiben enorm, in allen Sektoren, sogar in der Verkehrsbranche. (ob) [b] Die c't erwirbt man am Kiosk, oder abonniert sie. Oder man besucht sie im Netz unter >---- Anzeige ----- Corporate Publishing - abgestimmt --------------------------------- Falls Sie uns noch immer keinen Auftrag erteilt haben, nur weil Sie nicht wissen, wie wir Ihren Markterfolg ins Unermessliche steigern: Haben Sie schon an diesen Blickwinkel gedacht: Ihre Wettbewerber haben das Corporate Publishing als vorzügliches Marketing-Instrument entdeckt. Von uns bekommen Sie nicht nur eine gedruckte Kunden- zeitschrift, die man gerne liest. Dazu gibt es den passenden Newsletter, sagen wir mal wie die baerentatze, aber auf Ihr Fach neu- und maßgeschneidert. Selbst- verständlich auch die Website gibt es dazu - und alles ist abgestimmt: Mit Ihren Messeauftritten, mit Ihren Callcenter-Fähigkeiten mit Ihrer PR, und so weiter. Ganzheitlich, wirkungsvoll, preiswert. Klicken Sie hier, wir melden uns: >---- Anzeige ----- > 3 Die Wahl haben Sie - Nachtrag zur CRM-Sache ----------------------------------------------------------------- ---- "CRM soll für Sie profitabel sein und Ihren Kunden nützen." Diese Definition eines großen Consulting-Hauses unterstellt fürsorglicherweise, Sie könnten ausnahmsweise etwas im Sinn haben, das Keinem nützt, aber ordentlich was kostet. Tatsächlich ist CRM eine heiße Sache. So versteckt sich in der zwar flachsinnigen Definition dennoch Weisheit: Wach auf, lieber Kunde, hier geht's um Sein oder Nichthaben. "Sind Sie bereit, nicht nur eine CRM-Software einzukaufen, sondern Ihr gesamtes Unternehmen neu auszurichten?" [c] An der Frage stimmt etwas. Nur werden Sie mit "Ausrichten" nicht viel ausrichten. Denn eine Unternehmenskultur haben Sie bereits, aber die können Sie nicht auf Vordermann hinstellen und "Links schwenkt!" brüllen. "Ausrichten" als das schlüsselgebende Tuwort dürfte den Prozess eher behindern. Das seien aber nur Worte, und man möge sie nicht auf die Gold- waage legen? Mit seiner Sprache verrät sich so mancher, man muss nur mal hinhören. Zum Vokabular der CRM-Softwareanbieter gehören z.B. auch die berühmten "Zieldefinitionen". Sie müssen exakt gefasst sowie messbar gestaltet werden. Vermutlich, damit man einen Schuldigen hat, denn mehr Genuss beziehen Sie aus Zieldefinitionen nicht. In Wirklichkeit ist beim Management Ihrer Kundenbeziehungen viel spannender, WIE sich die Dinge entwickeln, als der Glaube an ein irgendwie fixiertes Ziel. "Wir wollen mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Knete machen" wäre immerhin ein glaubwürdiges Minimalziel. Wenn Sie noch einen drauflegen wollen, sagen Sie die Wahrheit: "Eigentlich macht es am meisten Freude, und ergibt auch mehr Gewinn, wenn wir das - wie auch immer - gemeinsam mit unseren Kunden hinbekommen." Die Callcenter-Branche erwartet 25% Wachstum p.a. bis 2005 [d]. Das sei ihr gegönnt, denn ein tüchtiges Callcenter stimmt den Kunden froh (siehe unseren Beitrag "Unsachliches"). Ob Callcenter jedoch die Zuwendung zum Kunden erleichtern, bleibt zu beweisen. Einen Ersatz für die Neuorientierung im Hause bieten sie nicht. Und verlorene Kunden wieder zu gewinnen, ist ein teurer Spaß. Je nach Quelle berichten Insider, dass 80% bis 96% aller CRM- Projekte dem Untergang geweiht sind. Trotzdem wäre es schade, wenn Sie vorsichtshalber ganz verzichteten. Sie können nämlich wählen zwischen einer mechanistischen und einer humanistischen Vorgehensweise. Das technische Extrem ist einfach, aber teuer. Das humanistische ist schwierig, aber billig. Dazwischen lässt sich etwas machen. (ob) [c] So fragen Stengl, Sommer, Ermatinger, die Autoren von "CRM mit Methode - Intelligente Kundenbindung in Projekt und Praxis mit iCRM" [d] Financial Times Deutschland vom 6.3. 2002. > 4 Unsachliches aus meiner Praxis: Hotlines - und was man vom Kunden lernt ----------------------------------------------------------------- ---- Wo bleibt das Positive? Hier kommt es. Zuvor ein Beispiel, das in dieser oder verwandter Form häufig vorkommt. Gesetzt den Fall, Sie wären ein Kleinbetrieb und machten Ihre Buchhaltung mit Lexware. Das ist im großen und kleinen eine feine Sache. Sollten Sie aber stecken bleiben und Hilfe suchen, finden Sie auf der Website verschiedene Kategorien, darunter diese - "Fragen [...] zu Datensicherung und -pflege oder Schwierig- keiten wie nicht verfügbare Programmfunktionen, technische Fehlermeldungen (sic!) des Programms oder der Datenbank? Fragen zu diesen Themen beantwortet Ihnen unsere Technische Hotline (1,86 Euro pro Minute)." [e] Au weia! Aber Sie dürfen auch per Fax oder eMail fertige Antwor- ten abrufen. Auf eine gezielte Frage per eMail erhalten Sie aber nur die Standardauskunft, Sie mögen das Handbuch lesen, oder auf Lexware's Website gucken, ob Sie etwas finden. Murphy will es so: Sie finden es nicht, jedenfalls nicht ohne fremde Hilfe. Kürzen wir die Story ab: Eine winzige, zweizeilige eMail hätte zur Lösung Ihres Problems genügt, höflichkeitshalber eine drei- zeilige. Stattdessen passiert nichts. Und es fährt fort, nichts zu passieren. Es ist einzusehen, dass der Anbieter mit dem Support Geld verdie- nen, jedenfalls keines verlieren möchte. Aber auch, wenn es um technische Fehlermeldungen des Programms geht? Die hat doch nun wahrhaftig nicht der Juser zuverantworten? Das ist riskant. Und überflüssig dazu, wie die Hotline der Firma Demcom vorführt. Diese musste ich wegen der Steganos Sicherheits- Software anrufen: 0800er Nummer, also kostenlos, es meldete sich ein Callcenter. Die Dame war kompetent, sie gab ohne Faxen zu, wo sie es nicht ist, und bat in dieser Sache den Hersteller direkt anzurufen. Dort meldete sich ein ebenso freundlicher Mensch (ich gebe zu, ich war ganz verstört), und um es kurz zu machen: Ich wurde binnen kürzester Zeit ohne Rest zufrieden gestellt. So dass ich mich fragte: Wozu brauchen die ein Callcenter, wenn sie den Kundenservice selber so beispielhaft beherrschen? Vielleicht, weil man Andere nur dann beauftragt, wenn man es selber kann. Die müssen es nämlich mindestens so gut bringen. Im Grunde ist aus jeder Kundenfrage - und sei sie noch so dumm - etwas zu lernen: Und sei es nur, dass man die Frage, und ihre Antwort, im Handbuch, auf der Website oder per Faxabruf/Mailabruf kommunizierbar machen muss. (ob) [e] http://www2.lexware.de/prodsupport/default.asp?prodgrp_id=1 [f] Zu Steganos (http://www.steganos.com) siehe die Linkliste! > 5 Finanz-Services im Internet Wenig Freude für Versicherer ----------------------------------------------------------------- ---- Die Marktforscher von Fittkau & Maaß haben die Finanz- dienstleistungen im Internet unter die Lupe genommen, oder besser gesagt: gefragt, was die Kunden da eigentlich erwar- ten. [g] Für manchen vielleicht überraschend, wie klar sich die Kunden der Stärken und Schwächen des Mediums bewusst sind. Seine Leistungen als Informationsmittel stehen ganz außer Frage, und auch die technische Sicherheit sehen Millionen von Online-Bankern als ge- geben - selbst wenn sie beim Online-Kauf vor der Eingabe ihrer Kreditkartennummer zurückschrecken. Wenig Freude an den Ergebnissen dürften die Versicherungsunter- nehmen haben, die viel Geld in den Aufbau von Direktangeboten gesteckt haben. Den Tarifrechner zur Ermittlung einer günstigen KFZ-Versicherung nehmen die Kunden ohne Anzeichen von Misstrauen in Anspruch - aber zum Vertragsabschluss und erst recht, wenn es gekracht oder gebrannt hat, wollen sie bittesehr einen mensch- lichen Ansprechpartner haben. Weit über die Hälfte der Befragten empfinden es geradezu als unsittliches Angebot, für solche Kontakte auf Modem und Monitor verwiesen zu werden. Dagegen wäre mit noch raffinierterem Technikeinsatz anzugehen - vielleicht. Oder man leitet den strategischen Rückzug aus dem Medium ein, das die Erwartungen so sehr enttäuscht hat. Oder geht daran, das spezifische Potential des Netzes zur Verbesserung von Leistung und Präsenz der Mitarbeiter einzusetzen, auf die stör- rische Kunden einfach nicht verzichten wollen. Dabei gewinnen möglicherweise beide Seiten: Anbieter und Kunden. (mc) [g] Die komplette Studie beziehen Sie gegen Bezahlung über http://www.fittkaumaass.de/stories/storyReader$214 > 6 Technische Hinweise und Impressum ----------------------------------------------------------------- >--- Bestellen und Abbestellen mit einer leeren Mail an: zum Bestellen zum Abbestellen >--- Redaktionspolitik: >--- Beiträge von Ihnen: Bitte per Mail an: >--- Ihre Wünsche, Anregungen, Ideen: Bitte per Mail an: >--- Michael Charlier treffen Sie auf , Mail: >--- Impressum: V.i.S.d.P.: baerentatze wird herausgegeben von Oliver Baer Schleißbergstr. 10; D 01896 Ohorn; Deutschland. Tel.:+49 (0700) oliverbaer Tel.:+49 (0700) 6548372237 | ob Oliver Baer | mc Michael Charlier | ii Isidor Iltis | Namentlich gezeichnete Beiträge stellen nicht die offizielle Meinung der Redaktion baerentatze dar, sondern die ihrer Autoren. Weder die Redaktion noch Oliver Baer übernehmen eine Haftung für die sachliche Richtigkeit der Beiträge sowie daraus resul- tierende Handlungen. Copyright dieser Ausgabe liegt bei Oliver Baer, das der jeweiligen Beiträge bei ihren Autoren. Eine Ver- vielfältigung und/oder Weiterverbreitung der baerentatze ist nur komplett, nicht auszugsweise, und nur mit ausdrücklicher Zustim- mung des Autors zulässig. Für unverlangt eingesandte Manuskrip- te wird keine Haftung übernommen. Unbeteiligt an dieser Ausgabe war auch Megan Gale. Eigentlich schade. > 7 Die Links dieser Ausgabe auf einen Blick, und weiteres ----------------------------------------------------------------- >--- Auf einen Blick: [a] Hilfreich ist der Überblick über die Content-Management- Systeme: [b] Die Rubrik "Vorsicht Kunde" gibt es in der gedruckten c't, Lesepröbchen auch im im Netz unter: [c] Zu dem Buch von Stengl, Sommer, Ermatinger, "CRM mit Methode - Intelligente Kundenbindung in Projekt und Praxis mit iCRM" gibt es eine Einführung hier: [d] Der Artikel zu den Callcenters erschien nur in der gedruck- ten Financial Times Deutschland vom 6.3. 2002. [e] Die Illusion eines umfassenden Support-Services vermittelt diese Seite der Firma Lexware: [f] Mehr als ein Wörtchen zu Demcom/Steganos ---------------------------------------- Steganos verspricht in der "Hilfe" dieses: "Wenn Sie Fragen zum Produkt oder zur verwendeten Technik haben, hilft Ihnen DEMCOM gerne weiter. Im Internet finden Sie eine ständig aktualisierte Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wenn Sie dort keine Antwort auf Ihre Frage finden, hilft Ihnen einer unserer kompetenten Kundendienstmitarbeiter gerne weiter. Sie erreichen den DEMCOM-Kundendienst unter ..." Dem ist nur hinzuzufügen: Dieser Ton setzt sich fort, und wenn Sie nicht weiterkommen, werden Sie zur Kontaktaufnahme eingeladen, und dann nicht auf eine kostenpflichtige Nummer abgewimmelt. Es staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. (ii) > 8 Binden oder fesseln? Wer den Thaler nicht ehrt, ist den Pfennig nicht wert ----------------------------------------------------------------- ---- Bei dem Wort "Kundenbindung" denke ich an jene elektron- ischen Fußfesseln, die den zu Hausarrest verurteilten Bösewicht bei der Polizei verpfeifen, sobald er einen Fuß vor die Tür setzt. Da sind die Produktentwickler der Unterhaltungsindustrie, die ihren ganzen Erfindungsreichtum auf das "Digital Rights Manage- ment" verschwenden und uns dann so bemerkenswerte Angebote machen wie Musikdateien, die sich nur 3 Mal abspielen lassen - und natürlich nur auf dem Gerät, auf das sie erstmalig herunter- geladen wurden. Oder Video-DVDs, die garantiert nach einem Jahr trübe werden und sich nicht mehr abspielen lassen - bitte beehren Sie uns bald wieder. Kreativ ist auch das Konzept der Hersteller von Tintendruckern, die den Drucker nach altem Rockefeller-Rezept halb verschenken - um die so in Tintenknechtschaft geratenen Käufer den Nachschub später mit Gold aufwiegen zu lassen. Klar, daß dann das Geschäft der Hersteller von Nachfüllpackungen blüht. Canon z.B. will dem einen Riegel vorschieben: Ein Chip im Druckkopf zählt mit, wie- viele Zeichen gedruckt werden. Ist das Limit erreicht, dreht der Mikro den Hahn ab - egal, ob noch legale oder schon nachgefüllte Tinte im Tank ist. Wenn das kein Argument ist, sich lebenslänglich diesem Hersteller anzuvertrauen ... Besonders sicher, ihre Kunden an der Leine zu haben, waren lange Zeit die Kabelnetzbetreiber. Gerade wollten sie damit beginnen, ihre an Händen und Füßen verkabelten Kunden zu kaufen und zu ver- kaufen wie das liebe Vieh. Und nun müssen sie erleben, daß die Herde bockt. Das Mittel, aus dem elektronischen Gehege auszu- brechen, bietet, wie könnte es anders sein, der Fortschritt der Elektronik: Noch nie war es so preiswert, für Tausende Haushalte einen eigenen Zugang zum Satelliten zu schaffen - und immer mehr Hausbesitzer und Wohnungsbaugesellschaften bedienen sich. Wie es heißt, war das ein Grund für Liberty-Media, auf den Erwerb der Telekom-Kabel zu verzichten: Sie führten Herrn Malone nicht genug und nicht fest genug gebundene Kunden zu. Wie es ebenfalls heißt, tüfteln die Strategen der Kabelnetzbetreiber jetzt an Ver- fahren zur stärkeren Kundenbindung. Wir schauen gespannt zu und wünschen ihnen alles Gute. Und die technische Entwicklung bleibt derweil stehen. (mc) > 9 Spottolski - Frühling wirds, und wieder CeBIT ----------------------------------------------------------------- ---- Von einer fünftägigen Tour zurückgekehrt, stand Spottolski am letzten Februartag vor dem Hause und brüllte aus Leibes- kräften. > Wir haben, äh, den Markt studiert, erklärte er und zwängte sich an mir vorbei. > Wo ist mein Napf? Den Markt? fragte ich. Kaum scheint die Sonne auf die bekloppten Kater, schon ist Frühling. > Wir sind mausmäßig voll auf die CeBIT eingenordet, schrie er, > und außerdem hab ich nichts gegessen. Du machst einen Krach wie die NASDAQ, sage ich, dort sind binnen zwei Jahren 4.000 Milliarden Dollar Kapital vernichtet worden. > Näsdäk, die aus im Oberdorf? Neue Miezen sind nämlich seine Zuständigkeit. > Wie war das mit meinem Napf? NASDAQ, sage ich, und gebe ihm Thunfisch doppelt, das ist der Neue Markt im Neuen York. > Toll, Und was hat York miezenmäßig drauf? Das ist die Börse, es geht um Kapital, vier Millionen Millionen davon wurden verbraten. > Echt? Sind das mehr als zwei Napfvoll? Das sind mehr als zwei Napfvoll. > Apropos, geht's morgen los, zur CeBIT? Wieso morgen? > Du hast es versprochen, fängt er wieder an zu brüllen. Was willst Du auf der CeBIT, seit dem MAPI habt Ihr Zoff-Kater nichts Neues mehr gebracht. > MAPI war der Knüller, letztes mal! Die Mäuse, die Miezen, > ich hatte sowas von zu tun! Auch gibt es einen Update, fügte er hinzu, denn Spottolski versteht die Fachsprache: > MAPI 02, der vollfette Kundenverzerrungs-Weichmacher. Kundenbeziehung, sage ich, nicht -verzerrung. > Wir werden die Ersten im Markt! schreit mein Kater, > wir haben ein Emil-Responsat eingebaut, wir plaggen den > Zufriedenheits-Messungs-Router hinein, und mit dem > Kontent-Klappmodul kann uns sowieso keiner: > Du-sagst-es-wir-liefern-es. Wer hätte das gedacht? > Nicht zu schweigen von unserem Kommunalen Beziehungs- > Management mit dem automatischen Rückwirkungsverstärker, > Du weißt schon, wegen der Fidbäcksache, das wird der > Rohrkrepierer aller Zeiten. Der was? > Wir zeigen alles, was auf- und zugeht. > Übrigens machen wir das ambulant. Wegen der Kundennähe. Und schon war unser Marketingexperte wieder draußen, den Anderen erzählen, dass ER auf der CeBIT ist und sie nicht. Vom 13. bis 15. ist daher die baerentatze-Redaktion auf der CeBIT unterwegs, erreichbar unter 0172 377 3791, und stets zu einer Stärkung aufgelegt. Vorausgesetzt, Sie zahlen. Spottolski füllt derweil die Beziehungskiste zwischen den Hallen, in den Besenkammern, und so. Wir können Spottolskis Teilnahme an Einzelgesprächen daher nur begrenzt garantieren. Er weiß: Wer sich im Marketing nicht rührt, der friert, und so leuchtet uns Spottolski mit laufendem Beispiel voran. Oder umge- kehrt, wer weiß das schon. (ob) > 10 Gegen den Strich gekaemmt: Papierverbrauch steigt, trotz e-Kommunikation ----------------------------------------------------------------- ---- Die Papierhersteller berichten von guten Geschäften. Wieso ihnen die eKommunikation nicht ins Handwerk pfuscht, haben sie möglicherwese ganz gründlich untersucht: Viele eMails werden auf Papier gedruckt, bevor sie, wiederum auf elek- tronischem Wege, beantwortet oder - wer weiß? - sogar abge- legt werden. Da graut's den Hund samt Hütte, und wer es bis zum papierlosen Büro gebracht hat, kriegt vor Häme seine Gesichtzüge nicht mehr in die Reihe. Aber die Hunde bellen, und die Karawane zieht weiter. Und wir prüfen, ob es die baerentatze auch aus diesem Grunde demnächst in der HTML-Fassung gibt: Wir zeigen uns in der besten Form, selbst wenn sie uns ausdrucken. Man wird ja sehen. Es sei denn, Sie protestieren, heftigst. (ii) ----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e -------------- das wär's für heute -----------------------------------------------------------------