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baerentatze

Juli 2002

Der wirklichkeitsnahe Rundbrief zur Praxis und Ethik des Marketings

Inhalt der vollständigen Ausgabe

Kommentar

Artikel

Unsachliches aus der Praxis

Leser, Kollegen, Wettbewerber: die Links-Kollektion

Tschäckliste

Spottolski

Tipps zur eMail

Gegen den Strich gekämmt


Kommentar

Liebe Leser der baerentatze

 

Tante Emma heißt jetzt Frau Öztürk. Nicht weil sie multi-kulti unter die Haube gekommen wäre, sondern weil uns die Originaltante ausgekommen ist, irgendwie. Jedenfalls ist sie weg, es war ein Versehen, nächstens passen wir besser auf.

Aber Allah sei es gepriesen, auch der Öztürk'schen verrutscht die Brille, auch sie schummelt mit der Waage, was soll's, und ihr robustes KundenBeziehungungsManagement macht sie aus dem Kopf, auf den sie nicht gefallen ist. Mithin ist kein Leitkulturgut verloren sondern nur in andere Hände über gegangen. Die Frau ist echt, sie ist authentisch, sie genießt Vertrauen.

Kundenbeziehungsmanagement, auch CRM genannt

Das war lange Zeit nicht so. Da haben wir Systemen geglaubt, denselben die jetzt reihum einknicken: sie stecken voller Viren, sie steigern ihre Beiträge, sie verbreiten Hormone, sie animieren zur Bilanzfälschung, sie lösen sich über Nacht in ihre Bestandteile auf, dass die Weltwirtschaft nur so wackelt.

Wir besinnen uns daher auf Öztürks und holen die Zwiebeln dort ein. Deren Ältester, Hakan, ist gut drauf mit Denglisch, außerdem kann er Computer, total krass. Auf seiner Website sammelt er Totenköpfe, einen pro Spammer den er eigenhändig abgeschossen hat. Zwischendurch steht er im Laden und quatscht die Leute an: Ob sie per eMail bestellen wollen, er bringt die Kiste hoch, Wechselgeld hat er dabei.

Mit Managementbüchern stabilisiert Hakan seinen Computertisch, da wackelt nichts. Wir ersparen uns daher die neue Rubrik: "Bücher, die Sie sich schenken können", auch wegen der mentalen Gefahrenzulage für die Rezensenten. Für nachhaltige Querdenker gibt es stattdessen mehr Tipps in unserer Links-Kollektion Leser, Kollegen, Wettbewerber.

Die baerentatze erscheint ab Juli vierteljährlich, als unser Beitrag zum spamfreien Internet. Einen lesefreundlichen Sommer in Balkonnähe wünscht Ihnen

Ihr Oliver Baer

 

Artikel


Marketing vs.Kultur

Die Welt der Verbraucher kennt zwei Kulturzonen: In der einen geht es laut zu, den Krach macht das Marketing, die Gedankenlosigkeit liefern die Verbraucher. In der anderen Zone machen die Mitdenker was sie wollen, resp. was sie für ihren eigenen Willen halten. Dazwischen flottieren jene die mal hierhin, mal dorthin neigen, je nachdem was Sie gerade inhaliert haben.

Ähnlich unterteilt sind die Anbieter. Die einen machen Produkte, die etwas hermachen. Aber am Ende der Garantiezeit gehen sie aus dem Leim. Schmonzes dieser Provenienz benötigen ein aufwändiges Marketing, sonst würde selbst der Denkverweigerer, wenn er nicht im permanenten Vollsuff dahertorkelt, den Konsum verweigern.

Am anderen Pol geben die Anbieter zu viel Geld für ihr Marketing aus, denn Ihr Produkt taugt etwas. Etwas anderes dürfte am teuren Standort Mitteleuropa zwar nicht in Frage kommen, aber dem widerspricht die Praxis, siehe oben.

Annähernd sämtliche Marketingkosten könnten die Seriösen sparen. Wieso annähernd? Weil die Kurve der überlebenden Marketingaufwändungen asymptotisch verläuft. Aber nur Mut, am meisten spart man auf der ersten Wegstrecke.

Sie benötigen kein Wundermittel dafür, zusammen mit einigen A-Kunden kennen Sie längst was man - arg verknappt - die authentische Beziehung nennen könnte. Wo es nicht um Fehlerlosigkeit geht, sondern darum wie man mit Fehlern umgeht. Der sympathetische Blick auf den Kunden spiegelt sich in einem selber: man ist ein Fehler machendes, mit dem falschen Bein aus dem Bett gestiegenes, zum Glücklichsein leidlich ausgestattetes Individuum, und sicherlich kein positiv dahergrinsender Schwachkopf.

Authentische Beziehung

Auch den Kunden erfreut die Aussicht, dass in seiner Kulturzone genügend andere sind, die zusammen einen kaufkräftigen Markt darstellen. Wer weiß, vielleicht zählen sie gar zu einer Mehrheit, die nur nicht so geschwätzig ist wie die Krachmacher. Darauf können Sie als Anbieter des guten Produktes eingehen. In jeder Unternehmenskultur lassen sich die Fähigkeiten zum Umgang mit Mitdenkern wecken. Beispielsweise mit Hilfe der Musik, oder des Theaters, da entdecken die Mitarbeiter wie von alleine, dass Marketing und Verkauf zu den darstellenden Künsten zählen.

Vorsichtshalber sollten Sie Ihre Marketingabteilung stilllegen - soll sie für Schmonzes-Produzenten arbeiten, dort kommt man ohne sie nicht aus.

Natürlich sparen Sie keine 100%, denn zur Pflege Ihrer Kultur müssen Sie auch Geld in die Hand nehmen. Aber Sie legen es nachhaltig an, das ist doch was.   (ii)

~

Wohin mit den scharfen Bräuten?

Von wegen Sommerpause: Die Spammer spammen wie die Schmeißfliegen, und die Antispammer setzen einen Haufen Entrüstungsmail drauf.

Was wirklich ärgerlich ist: Einige Provider - die müssen den ganzen Unfug nämlich bezahlen - haben jetzt Filter eingerichtet, die Post verdächtiger Herkunft auf kurzem Wege entsorgt. Das ist riskant, der Filter kann ja nicht wissen, daß sie tatsächlich einen Geschäftspartner in Singapur haben. Oder er wirft die gerade für ein paar hundert Abonnenten eintrudelnde Bärentatze weg - nicht auszudenken.

Falls Ihr Provider filtert: Geben Sie ihm eins auf die Finger, und dann filtern Sie selbst. Dazu gibt es kein Patentrezept, aber einen guten Rat. Wenn Ihr Mailprogramm das hergibt, lassen Sie es alle Mails gegen Ihr Adressbuch checken. Post von Leuten, die da drin stehen, kommt in den Eingangskorb - alles andere in einen Ordner "Unbekannt". Da schauen Sie bitte spätestens jeden zweiten Tag mal rein. Die sehnlichst erwartete Mail von Brauskopp und Söhne, mit denen sie schon lange ins Geschäft kommen wollten, wird Ihnen förmlich ins Auge springen, versprochen. Die schieben Sie dann in den Eingangskorb und lassen den Absender ins Adressbuch aufnehmen. Und den ganzen Rest mit den vielen $$$, günstigen Krediten und scharfen Bräuten - den entsorgen Sie ungelesen einfach selbst. Dann wissen Sie wenigstens, was Ihnen entgeht.   (mc)

Filtern ist Männersache

~

Gewißheit und Zweifel - Cargolifter

Die komplizierten Beziehungen in der High-Tech-Industrie werden bändeweise in pönalengespickten Vertragswerken nieder geschrieben. Ergebnisse kommen aber nicht deswegen zustande, sondern allenfalls trotzdem. Und manchmal bringt die Regelungswut den Erfolg zum vorzeitigen Exitus.

Der kreative Praktiker kennt seinen Murphy ("Was schief gehen kann, das geht auch schief"), tatsächlich hofft er bloß, dass es früh genug knirscht, damit die Experten ihre Köpfe zusammen stecken, egal ob sie Kunde oder Lieferant sind, nämlich bevor der Schaden eine Beute der Rechtsanwälte wird: Als erstes fummeln sie eine Notlösung zurecht, damit der Kahn erst mal zu Wasser kommt. Als zweites knobeln sie Innovationen aus, damit der Rest der Flotte vom Stapel laufen kann.

Fummeln plus Innovation

Experten stellen dazu allerlei an, um den Partner hautnah zu erleben. Bei einem Moment der Schwäche dabei sein, oder wenn das Schwein aus den Knopflöchern guckt, oder saufen bis einer unter dem Tisch liegt - sind nur Varianten eines ritenhaften Warmwerdens: "Der lässt mich nicht hängen, also auf geht's!" Nur den Erbsenzählern verrät man so etwas besser nicht. Der Faktor Menschliche Nähe ist allzu ungewiss, den ignoriert man vorsichtshalber. So dreht man aber auch den besten Projekten das Gas ab, beispielsweise dem Cargolifter.

Einweihungsriten

Cargolifter

Ob das Lastenluftschiff im Markt abgehoben hätte, sei dahin gestellt. Dass sich die Frage gar nicht erst stellt, das besorgen die Vorschriften: Jedes Detail muss vielfach abgesichert werden; jede kleinste Verbesserung im Detail verursacht, dass alle bereits erteilten Genehmigungen nachgesichert werden müssen. Von solcher Regelungswut ernähren sich Amtsschimmel gar vorzüglich. Aber wo einander dynamisch beeinflussende Baugruppen verändert werden, entsteht aus jeder Verbesserung eine immer wachsende Folge von Nachsegnungen. Mit solchem Segen wäre Christoph Columbus gar nicht aus dem Hafen heraus gekommen ...

Amerika wäre unentdeckt geblieben

Die Alternative: Lass die kreativen Praktiker den Prototypen bauen, die Welt sieht ihn fliegen, man gewinnt den Schwung und das Kapital für die nächste Runde und dann erst beweisen die Experten im Reverse Engineering warum und wie das Luftschiff im einzelnen tut, wozu es offensichtlich fähig ist.

Hätte Marketing den Cargolifter gerettet? Unter den geltenden Bedingungen wohl kaum, aber statt stolzer Sprüche wären Berichte aus der Küche, aus denen man diese Kompliziertheiten erfährt, allemal nützlicher gewesen. Verständnis bringt der Mensch gerne auf, sogar Amtsschimmel wurden schon beim Blinzeln beobachtet. Aber verstehen kann man nur, was einem zu verstehen gegeben wurde. Also doch eine Aufgabe des Marketings.   (ob)

~

Gehmse dem Mann am Klavier noch'n Bier

Manche verwechseln den Pianisten mit dem Klavier. So geschah es mit dem Cluetrain-Manifest vor drei Jahren. Damals steckte mir ein Kollege, seine Kunden hätten keine Lust auf mich: "Der ist uns zu revolutionär!"

Die baerentatze bietet daher eine Eselsbrücke: Wo man das Bier draufstellt, das ist nicht der Pianist!

Den Paradigmenwechsel im Marketing beschwören inzwischen Jedermann und sein Hund. Bleiben wir skeptisch, die Wahrheit reift nicht durch Nachplappern (siehe Cluetrain und Quellen), der gesellschaftliche Wandel wird im Marketing nur nachvollzogen. Übersehen wird nur, wie so häufig, eine Differenzierung nach sozialen Milieus.

Die Fachwelt staunt über Macromedia, einen prominenten Anbieter von Software für Web-Profis. Das Unternehmen hat kürzlich namhafte Mitarbeiter zu Community Managers gemacht. Seither fackeln sie in aller Netzöffentlichkeit einen privaten Klönschnack über die Produkte ihres Hauses ab. Man sollte meinen, der Farbe beim Trocknen zuzusehen sei ungleich erregender. Aber die Sache hat einen Kniff: Diese fünf (oder inzwischen sechs) Typen reden wie Typen, nicht wie Macker von Macromedia. Und die Profis im Markt wissen genau was gespielt wird und kommen gucken.

Macromedia riskiert etwas

Diese Community Managers führen sogenannte Weblogs, (siehe Martin Roell Flash: Blogging Goes Corporate (via Schockwellenreiter), das sind virtuelle Seifenkisten, wie im Hyde Park, darauf stehen sie herum und quasseln. Hand und Fuß muss ihre Rede haben, und einen falschen Ton strafen die Profis sofort ab. Falsch hieße: die Musik kommt aus der Konserve; Profis schätzen bekanntlich den O-Ton. Und weil Macromedia - sichtbar - etwas riskiert, pflegt es eine Aura der Glaubwürdigkeit. Auch Hidden Champions - die im Verborgenen blühenden Meister ihres Fachs - glänzen durch ihre Mitarbeiter. Neu ist an der Macromedia-Sache nur, dass so etwas jetzt in offenen Märkten erprobt wird.

Melanges werden aufgemischt

Werden die klassischen Marketing- und Vertriebskanäle dadurch überflüssig, profilieren sich die dialogbetonten Verfahren als effektiver, effizienter, preiswerter? Das hängt davon ab, ob Dialoge den Geschäftsalltag vereinfachen oder vollends unübersichtlich machen. Wahrscheinlich braucht jeder Anbieter seine eigene Mischung aus virtuellen Dialogformen (Diskussionsliste, Weblog, Usenet, Bulletin Board, Newsletter), persönlichen Begegnungen (am Telefon, am Ort, auf Messen, Events, Kongressen) und den letzten Mohikanern des Massenmarketings (Werbung, PR, Kugelschreiber usw). Ein Marketing maßzuschneidern unter der Vorgabe "Mehr bewirken, für weniger Geld" ist jedenfals machbar, selbstverständlich mit dem eingebauten Paradigmenwechsler.   (ob)

~

Haltung bewahren

Wenn wir nicht jedesmal auf die gerade aktuelle brand eins hinweisen, hat das zwei Gründe. Einmal wird auch das Wahre, Schöne und Gute langweilig, wenn man es zu oft sagt. Um ehrlich zu sein: Das sogar besonders.

Zum anderen, und da riskieren wir mal eine gezielte Indiskretion, sind wir ja auch im Redaktionsteam durchaus nicht immer einer Meinung über die gerade aktuelle Brandeins. Besonders Experte Spottolski bringt schon mal schlechte Stimmung in die Runde, wenn er überhaupt kein Auge für die geschmackvolle Verpackung hat und herzlos reklamiert: Zu wenig Miezen, zu wenig Mäuse.

Weshalb es uns ein tief empfundenes Anliegen ist, mitzuteilen, daß die Runde sich hinsichtlich der aktuellen Juli/August-Ausgabe mit dem Schwerpunktthema "Haltung" völlig einig war: Pflichtlektüre.

"Haltung" ist ein Thema, bei dem man mit Kennziffern und Quartalsberichten nichts in den Griff bekommt - und mit noch so schönen Worten auch nicht. Entweder hat einer Haltung - dann muß man sie beschreiben wie ein Gesicht oder eine Landschaft. Oder eben nicht. Wobei das "nicht" Gelegenheit gibt, auf den Unterschied zwischen Haltung und Pose zu sprechen zu kommen, ausgeleuchtet in Beiträgen über den Politikerauftritt in der Mediendemokratie und über ein Workshop zum Einüben von Fernsehinterviews. Das gibt einen schönen Hintergrund.

Wer heißt da Hunzinger?

Im Vordergrund stehen Menschen aus der großen und nicht so großen Wirtschaft, deren Haltung nicht antrainiert, sondern dokumentiert ist - vorzugsweise in einem Lebenswerk: Trigema-Chef Wolfgang Grupp zum Beispiel, der ein sehr emotionaler Mensch ist und ein Geständnis ablegt: "Ja, Geschäfte muß man mit dem Herzen machen, über Leichen gehen, das geht nicht." Über den Prominentenfotografen Hans Schafgans in Bonn, der gerne starke Frauen photographiert, Opernsängerinnen, oder Boxerinnen. Außerdem schreibt er Romane und ist in Bonn geblieben, als die Prominenten nach Berlin aufbrachen. Oder über den Holzer Sepp, der nicht nur so heißt, sondern tatsächlich Bergbauer im Salzburger Land ist und dort Apfelbäume, Kiwis und Wein anbaut. In 1500 m Höhe, wo weder Kiwis noch Wein wachsen, wenn es nach den Büchern geht. Sehr wohl aber bei Holzer, der die "Nichtstuerlandwirtschaft" erfunden hat und nicht gegen die, sondern mit der Natur arbeitet. Über noch mehrere Andere - nicht unbedingt Sonderlinge, aber alle etwas Besonderes.

Am Ende kommt der Verdacht auf, daß Charakter ein Wirtschaftsgut sein könnte. Das klingt so unzeitgemäß, daß es morgen vielleicht schon wieder modern ist.

Sämtliche Artikel sind online lesbar bei www.brandeins.de, aber wie immer empfehlen wir das Abonnement der Papierausgabe. Brand eins liest sich am besten mit den Füßen auf dem Tisch.   (mc)

Charakter als Wirtschaftsgut

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Content-Management für Autofahrer

Wir schulden Ihnen noch was zum Thema Content-Management. Für die sieben oder acht von Ihnen, die immer noch kein CMS einführen wollen, ist das Thema vielleicht nicht so prickelnd. Daher wollen wir es nicht auswalzen. Stattdessen verraten wir, welche CMS wir in unser Beratungsportfolio aufnehmen. Dargestellt zur Erbauung des Autofahrers.

Taxi

Epistar (www.epistar.com) in Berlin unterscheidet sich von anderen Webagenturen dadurch, daß sie CMS-Funktionalität in abgestuftem Umfang von vornherein in Ihre Paketlösungen integrieren. Dann ist immer alles paßgenau gearbeitet - und falls es doch mal nicht paßt, weiß der Kunde, bei wem er Dampf ablassen kann. Und anschließend Hilfe bekommt. Kostet monatlich nicht die Welt, summiert sich aber übers Jahr. Eben wie Taxi: Ideal für alle, die anderes zu tun haben, als selbst zu fahren. Das Geschäftsmodell ist übrigens nicht patentiert: Vielleicht bietet Ihr Hoster etwas Ähnliches.

Family

Sie wissen schon: Kids in die Schule, den Hund zum Trimmen, und am Wochenende bei Ikea Schlafzimmer kaufen. So ähnlich können Sie das mit webEdition von Astarte (www.astarte.de) auch haben. Das ist ein modular aufgebautes System, das mit einem lächerlich billigen Grundmodul (< 200 Euro) anfängt und auch nach ein paar Anbauten nicht die Welt kostet. Aber anbauen müssen Sie schon selbst. Wenn Sie also Webverstand im Hause haben oder zukaufen können, entsteht daraus ein vielseitiges Gerät. Wenn die Sache dann mal steht, können sie den Dauerbetrieb auch einem Endverbraucher ohne Webverstand anvertrauen.

Daimler

Sagt eigentlich schon alles - bis auf den Umstand, daß wir damit das CMS von RedDot (www.reddot.de) meinen. Muß also wirklich nicht sein, bloß weil sie einmal pro Woche zum Management-Circle fahren. Aber weite Strecken oder teure Güter oder beides, da ist die Anschaffung schon einen Gedanken wert.

Übrigens: Ein CMS dieser Leistungsklasse kann durchaus interessant sein - auch wenn Sie weder "ein großes Hamburger Nachrichtenmagazin" oder ein "führendes Frankfurter Geldinstitut" sind. Etwa, wenn Sie ein lebhaftes Intranet aufbauen wollen, in dem viele Mitarbeiter aus mehreren Abteilungen und Lokalitäten zu Wort kommen sollen.

Falls Sie aber doch ein Nachrichtenmagazin sind, dann wissen Sie ja, daß es auch noch Sattelschlepper gibt - alle sehr groß, sehr teuer und ziemlich unhandlich. Aber absulut unentbehrlich im Schwerlastverkehr.

Für weitere Beratung beim Autokauf stehen wir gerne zur Verfügung.   (mc)

~

Licht am Ende des e-Learning-Tunnels

Der "Nürnberger Trichter" hat seinen Namen von einem Lehrbuch der Dichtkunst, das dem Käufer "mühelosen Lernerfolg in 6 Stunden" versprach. Das war im Jahr 1674 und ist ein schönes Beispiel dafür, wie weit wir es seitdem gebracht haben: Auf so was fällt doch heute keiner mehr rein.

Außer, wenn es um E-Learning geht. Der Gedanke, im Computer die Erfüllung des barocken Marketing-Hypes zu sehen, war wohl zu verlockend. Doch auch digital hapert es mit "mühelos" und "in 6 Stunden". Auch das globale Studium - vormittags an der Sorbonne und nachmittags in Harvard, selbstverständlich vom heimatlichen Balkon aus - will nicht in die Gänge kommen. Jetzt müssen die großen Anbieter ihren Aktionären erklären, warum die Geschäfte nicht so gehen, wie im Prospekt versprochen. Was nicht unser Kummer ist.

Was uns eher bekümmert: So mancher, der sich darauf eingerichtet hatte, seinen Weg in die Wissensgesellschaft computergestützt zu beschleunigen, befürchtet nun, auf ein Abstellgleis geraten zu sein.

Auf Umwegen zur Wissensgesellschaft

Da kommt ein Buch gerade recht, das e-Learning zur Abwechslung einmal da ins Bild rückt, wo es funktioniert: In der betrieblichen Aus- und Weiterbildung aller Ebenen. "E-Learning - Die Revolution des Lernens gewinnbringend einsetzen", herausgegeben von Ute Scheffer und Friedrich W. Hesse bei Klett Cotta. Die Mehrzahl der Beiträge stammt aus der Praxis, und dabei bekommen nicht nur die ganz großen wie IBM oder Allianz ihren Auftritt. Michael Keller präsentiert unter dem Titel: "Rechenmodelle für den Mittelstand" Vorschläge für eine realistische Kosten-Nutzen-Analyse. Lothar Abicht und Gerald Dubiel beschreiben den Einsatz von Betriebs-TV für Lehrveranstaltungen in kleinen und mittleren Unternehmen, Daniela Straub informiert über die Anforderungen an die Ausbildung von E-Trainern aus der Sicht einer Unternehmensberatung. Andere Beiträge stellen grundlegende Verfahren und Tools des E-Learning vor oder thematisieren die Bedeutung zielgenauen Wissentransfers für die Wertschöpfung.

Rechenmodelle für den Mittelstand

Praktikabilität und Nutzen stehen - und das ist bei diesem Thema nicht selbstverständlich - im Zentrum. Das würde dieses Buch der Bärentatze in jedem Fall sympathisch machen, auch ohne dass Kollege Charlier daran mitgearbeitet hätte. Aber den Lesern der Bärentatze hat es noch etwas zusätzliches zu bieten: Wie der bekannte rote Faden zieht sich durch die Beiträge die Einsicht, daß Lernen auf Kommunikationsprozessen beruht - und daß Technik die Kommunikation zwar erleichtern, die Beteiligung von Menschen aber nicht ersetzen kann.

Ob das am Ende noch was mit Praktikabilität und Nutzen zu tun hat?   (ii)

Unsachliches aus der Praxis


Vielkanaliges Marketing, muss das sein ...

Mit dem Multi-Channel Marketing transportieren Sie Ihre Botschaften durch mehrere, vernetzte Kanäle gleichzeitig, und zwar mitten in die Synapsen Ihrer Kunden.

Zum Beispiel so: Sie verschicken handgeschriebene Ansichtskarten die zum Abonnement Ihres Rundbriefs animieren, zugleich zetteln Sie in der Presse eine Story mit Fortsetzungen an, gleichzeitig telefonieren Sie herum, bis genügend Fische im Netz zappeln. Oder Sie locken zum Besuch eines Ballon-Events; die frohe Botschaft kleben Sie an die Wände hochfrequentierter Pissoirs, ausgesuchte Leckerlis verkünden Sie über das Dampfradio, und Teilnahme-Bons gibt's auf Ihrer Website.

"Jedes Unternehmen verständigt sich mit einem Universum, das es selber geschaffen hat und für die Wirklichkeit hält" (Tom Matrullo).

Die Frage ist, wie gut die Verständigung gelingt, die sogenannte Kommunikation. Ob Ihre Zielkunden die Regenschirme bloß mitnehmen, die Sie da verschenken, oder ob die zum erstbesten Konkurrenten laufen, weil der den Tinneff aus Hong Kong besorgt: Am besten, Sie mischen sich unter die Kunden, und zwar Sie, persönlich. Volkes Mund tut Wahrheit kund.

Heutzutage beziehen die Leute ihre eigene Meinung aus dem Internet, wo sie nach obskuren Regeln Tore schießen, und wenn Ihnen das alles nicht passt, keine Zeit, zu modern, zu hip, oder sonstwie zu, dann stehen Sie neunzig Minuten im Abseits, der Kahn blökt sie an, Spiel aus, wieder eine Gelegenheit verpasst.

Nicht von Olli Kahn erwischen lassen!

Multi-Channel Marketing verlangt, dass Sie vor Beschaffung der Technik und vor Regelung Ihrer Organisation dahinter kommen, wie sich Ihre Klientele untereinander verständigt (bspw. in Diskussionslisten). Wohlgemerkt, bevor Sie Geld ausgeben. Animieren Sie Ihre Mitarbeiter zum Mitmachen, die Kunden sowieso, und natürlich die Lieferanten, dann geht in ihren multiplen Kanälchen die Post ab.   (ii)

Leser, Kollegen, Wettbewerber: die Links-Kollektion


Ihre Signatur sowie das Zitieren in Diskussionslisten

Signatur nennt man die letzten Zeilen der eMail, wo Sie Ihre Adresse und Telefonnummer angeben, oder einen Slogan. Als Werbeträger ist die Signatur im Internet, was sonst Ihre papiernen Visitenkärtchen darstellen.

In Diskussionslisten können Sie beobachten, dass die alten Hasen mit höchstens vier Zeilen in der Signatur auskommen. Das zählt nicht umsonst zur Netiquette. Wer sich erst einmal an die vierzeilige Signatur gewöhnt hat, findet sie auch im geschäftlichen Mailverkehr praktisch. Vierzeiler schreien weniger und wirken deshalb stärker. Mehr über Signaturen im Ratgeber bei www.baer-coach.de.

In Diskussionen outet sich der Anfänger ferner durch das Zitieren kompletter eMails, statt der drei Zeilen, um die es momentan geht. Vollends unübersichtlich wird es, wenn man seinen Zitaten nicht ansieht, dass sie Zitate sind. Im Geschäftsleben sind Vollzitate eine vorzügliche Idee, weil sie den gesamten Vorgang beisammen halten, der Gegenüber braucht nichts mühsam zusammen zu suchen. In Diskussionslisten sind Vollzitate eine Plage.

Anfänger blamieren sich nicht

Newsletter und Rundbrief

Der klassische Newsletter und der Rundbrief unterscheiden sich wie süß und sauer. Auf die appetitliche Mischung kommt es an, denn ein Rezept für alle Geschmäcker gibt es nicht.

Mehr dazu erklärt unser Papier "Newsletter und Rundbrief - der wichtige Unterschied", welches wir Ihnen per Sackpost zuschicken. Schicken Sie eine eMail an oliver at baer-coach.de.

Kaum zu verwechseln

Inside Insight

Chief Managing Director In Charge, Department of Redundancy - sowas geht nur auf englisch.

Den Unterschied zwischen dem Marketing Director, dem Director of Marketing und dem Marketing Manager müssen selbst Anfänger herunter beten können? Michael Kornfeld legt den Sumpf Ihres Unwissens ein für alle mal trocken (mit mittlerer Englischkenntnis genießbar): Gehnsema gucken!

Wettbewerbsvorteil der Hidden Champions

Hidden Champions nutzen die Überschaubarkeit ihres Unternehmens als "Wettbewerbsvorteil, der vornehmlich auf Mitarbeiterfähigkeiten und -prozessen beruht. Die Entwicklung eines solchen Vorteils gegenüber der Konkurrenz bedarf einer großen Zeitspanne und ist für die Wettbewerber nur schwer zu schlagen."

Bei Holzinger mehr darüber lesen.

Das bedeutet Abhängigkeit von den Mitarbeitern. Eine Alternative wäre beispielsweise die Abhängigkeit vom Kapital (Shareholder Value), oder von der Technik (Windows). Aus der selben Quelle:

Wovon man abhängig sein mag

Hidden Champions begreifen Innovation "als einen kontinuierlichen, dauerhaften Prozess der kleinen Verbesserungen. [...] Oft sind es Verbesserungen, die sich aus der starken und langfristigen Kundenbindung ergeben."

Sieh mal an, sagt Frau Meisegeier: Je Unternehmen, desto Kultur.

Konkurrenter Newsletter im Netz

Hochwertiges Internet-Marketing Wissen in monatlichen Häppchen verspricht der Kollege Nico Zorn.

Was er uns außerdem voraus hat: Seinen Newsletter Business-Wissen können Sie "vollständig personalisieren", wie er sagt. Das heißt Sie markieren die Rubriken, die Sie newslettermäßig im Kasten sehen wollen! Wie das funktioniert, sehen Sie im eMarketing Kompetenz-Center.

Rubriken

Zorn beschreibt die baerentatze auf seiner Website in freundlichsten Tönen, er ist ein intelligenter Mensch. Da können Sie ruhig mal gucken.

Und ewig singen die Stängler

Wer Content dem Inhalt vorzieht, bekommt ihn von der Stange.

Wir empfehlen gegebenenfalls Experten, die in dieser Hinsicht etwas zu bieten haben. Einen wie diesen aber nicht:

"Der innovative Dienst von "X" bringt Informationsanbieter, insbesondere hierbei Redaktionen und Website-Betreibern zusammen. Grundziel ist der Aufbau von - Promotion durch Content - zu erzielen." (ungekürztes, exaktes Zitat)

Und wo, bitte, ragen die zentralen Eckpfeiler?

Eignet sich eMail für Ihr Marketing - trotz der Spamflut?

Zu dieser und anderen paktischen Fragen des Kundendialogs wird der bisher recht gemütliche Diskurs in der [Dialog]-Liste in Kürze wieder unter Dampf gesetzt.

Willkommen sind temperamentvolle neue Teilnehmer mit eigenem Interesse am eMail-Marketing, die auch mal dazwischen grätschen. Aktuell wird demnächst die Frage, wie es weiter geht, wenn die Provider pro ausgelieferte Mail eine elektronische Briefmarke berechnen. Dann bricht die Renaissance des eMail-Marketings an. Beiträge zur Weltverbesserung sowie Gejammere sind in der Liste ausdrücklich nicht willkommen. Anmelden bei: join-dialog@mailliste.de

Auf den Geschmack kommen Sie mit den monatlichen [Waldesruf]-Beiträgen, die sie per einfacher Mail an diese Adresse (gratis) abonnieren: dialog@waldesruf.de. Der jüngste Beitrag wurde - urlaubshalber - von Spottolski eingereicht, dem die CRM-Chose gespenstisch vorkommt, womit sie voll in sein Fach passt, will sagen: in seinen Honorarnapf.

Erfahrungsaustausch über Kundendialoge

Kommunikation ist ja bekanntlich Alles

Mit dem folgenden, originalgetreu zitierten Text begrüßte uns die Website, als wir mit dem Browser Internet Explorer 5.0 bei www.bertelsmann.de ankamen:

"Sehr geehrter Interessent.

Microsoft Internet Explorer 4.0 verfügt leider nicht über die notwendigen Fähigkeiten unsere Web-Site fehlerfrei darzustellen. Bitte verwenden Sie einen geeigneten Browser."

Wir nahmen uns fest vor, bessere Menschen zu werden. Leider haben die Jungs inzwischen etwas gemerkt. Beim zweiten Besuch funktionierte endlich etwas. Sinn stiftete es weiterhin nicht, aber der zitierte Text ist weg; hiermit haben wir ihn für die Nachwelt erhalten.

Kafka rulez, okay?

Der Guimp

Da Sie den Newsletter Dr.Web nicht lesen (der ist mehr für Web-Fuzzies), könnten Sie den folgenden klitzkleinen Knüller verpassen:

Die kleinste Homepage der Welt! Sie heißt Guimp, ist 22 x 22 Pixel hoch und breit, und sie funktioniert! Sogar ein Google-Suchfeld ist dabei. Einfach beherzt klicken, die Navigation erschließt sich von selber: www.guimp.com.

Vorsicht - die ultimative Nagelprobe für Ihre Website!

Sie wollten schon immer wissen wie sich das anfühlt, nur mal angenommen, Sie stünden mitten im Hauptbahnhof Stuttgart und hätten auf einmal keine Hose an?

Lassen Sie Ihre Website ins Schwäbische übersetzen, dann wissen Sie's. Es dauert keine zwei Atemzüge. Zum Zweck der Demonstration habe ich eine Seite gewählt, die wirklich keinen Humor verträgt, eine meiner Angebotsseiten. Der UNiMUT Schwobifying Proxy gab sie flugs auf schwäbisch wieder. Hier das fertige Unglück. Darin ein Satz wie dieser:

"Die Chance dr neie Medie nudze für Rüggmeldung und Dialog, durch communidy- gerechde Geschdaldung und inhaldliche Ausschdaddung dr Newsledders."

Probieren Sie es selber, klicken Sie hier und geben dann eine URL ein:http://unimut.fsk.uni-heidelberg.de/schwob.html. Vermutlich werden Sie einen Relaunch Ihrer Website erwägen.

Am besten mit einem daherschreitenden Text

Wettbewerbs-Register

Bierernst ist die folgende Aufforderung an unsere Wettbewerber!

Wir wissen, Sie lesen hier mit, und wir zählen bis eine Million. Wer sich bis dahin nicht freiwillig ge-autet hat, beweist keinen Mut, sondern Leichtsinn. Wir werden nämlich seine Website besuchen und in kleinen Zirkeln darüber tuscheln. Und kichern, jawohl, das tun wir. Das wär ja noch schöner, hier die Tricks abgucken und dann selber verhökern ...

Streng geheim: Wir werden ein Kartell bilden, vollkommen illegal, das versteht sich und dann rollen wir den Markt von irgendwoher auf, das steht noch nicht fest. Es geht um Anbieter von Leistungen im Dialogmarketing und der Unternehmenskommunikation nach innen und außen. Schreiben Sie an Oliver Baer, nur Mut!

Illegales Kartell

Unzustellbare Tatzen

Unzustellbare baerentatzen sammelt die Listen-Software automatisch wieder ein.

Sie ist so eingestellt. Wiederholt auffällig gewordene Adressen löscht sie, sobald eines dieser berüchtigten Software-Moleküle zu der Auffassung gelangt, es wär wieder so weit. Sollten Sie keine baerentatze mehr bekommen, liegt es an Ihnen - ein klassischer Fall von User Error. Beim Besuch auf www.baerentatze.de überprüfen Sie, welche Ausgabe Sie eventuell verpasst haben. Seit April ist diese die erste.

Kann man ein Magazin auch NICHT drucken?

Spätestens bei Reisefotos hakt bei manchen die Neigung zur Netzrecherche aus.

Bilder, die nach weniger aussehen als in den wundervollen Heften von GEO und National Geographic, wehen vorbei bevor meine Netzhaut zuckt, sie seien denn ... speziell für's Netz aufgenommen, entsprechend aufbereitet und dargebracht.

Gar nicht so einfach. Sonst gäbe es nicht so viel Schrott im Web. Einen Anlass, Vorurteile zu überprüfen, bietet www.travelbook.de. So kann ein Magazin im Web aussehen, und so bringt man Fotos.

Derart ergreifende Bilder von Afrika habe ich noch nirgends gesehen, auch nicht gedruckt: Klicken Sie zum Abschluss Ihres Besuches im Menu bei Links den Punkt Afrika-Fotos und mehr.

Fotos im Web - oft fragwürdig

brand eins mit McKinsey

Da die Klasse wieder einmal zu faul war, das McKinsey-Heft Wissen 01 von brand eins zum Thema Cluster zu lesen, gehen wir in dieser Ausgabe gar nicht erst darauf ein. Aber warten Sie's ab.

Echt.

Im Vorausblick nur dieses: Nach allen Definitionen, was ein Cluster sei, steht eines fest: Dass noch nichts fest steht.

Demnächst, in diesem Theater

Gottlieb Duttweiler Institut

"Schön, dass es so etwas gibt" sagte ich zuletzt als brand eins auf den Markt kam.

Die grauen Zellen bringt in verwandter Weise GDI_Impuls für Entscheidungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft auf die Beinchen. Ganz verliebt machte mich der wiederholte Beleg in diesen Heften, dass auch anderen der Folienwirbel zum Hals heraushängt, mit dem uns die Fuzzis und Langeweiler aller Disziplinen für ihre halbgaren Konzepte begeistern möchten.

Im Geschäftsleben hat sich eine Folienästhetik herausgebildet, deren Existenz einzig darauf beruht, dass jeder Schwachkopf eine Powerpoint-Präsentation erkneten kann, resp. glaubt es zu können. Was dabei herauskommt, kennen die Kinder als Disneyland: Einmal da gewesen, hat man alles gesehen.

Folien für die Ewigkeit

Cascading Style Sheets

Als Anbieter mit eigener Website gönnen Sie sich ein sympathisches Profil, wenn Sie Ihre Besucher nicht an der Nase herum führen.

Auf die Dauer rächt sich die Schluderei eines hübschen aber miesen Webdesigns. Ein sauberes, CSS-orientiertes Webdesign ist dazu der Königsweg, hat jedoch einen Nachteil: mit dem Pfusch der Do-it-yourself-Sites passt es nicht unter einen Hut.

Auch als CSS bekannt

Webdesigner finden sich von alleine zurecht auf www.css-design.de oder schreiben sich gleich ein wo mit Michael Charlier fachgesimpelt wird: css-design-subscribe@yahoogroups.de.

Der eMail-Guru über geringe Abmeldequoten von Newslettern

Empfänger von Werbebotschaften haben ihre Ablehnung bisher durch einen gezielten Wurf in den Papierkorb deutlich gemacht.

Das eMail-Marketing darf hingegen die Filter fürchten, auf dem eigenen PC beispielsweise den Mailwasher www.mailwasher.net, oder auf server-basierten Systemen den Spamassassin www.spamassassin.org. Tüchtig sieht auch das Filternetzwerk SpamNetaus.

Filtern ist leichter als obskure Abmeldeprozeduren zu durchlaufen. Sollte Ihr Newsletter geringe Abmeldequoten genießen - jetzt wissen Sie, warum. Öffnungsrate oder Click-through können Sie vergessen, jetzt geht es nur noch darum ob ihre Mail überhaupt ankommt. Aggressive Werbemethoden, meint Klaus Arnhold, gehören in die Tonne, dazu zählen alle Newsletter zum Thema Kaufmich.

eMail-Marketing wird anspruchsvoller

Sie erreichen Klaus Arnhold www.klaus-arnhold.de, was ganz praktisch ist.

Tschäckliste


Aufrüstung zur eMail-Marketing-Schlacht

Sind Sie für das eMail-Marketing eingerichtet?

Wir haben Emil
Imehl
Eumel
diese Sache mit Outlook jedenfalls

Sie schützen sich gegen Spam?

aber klar doch
darum kümmert sich der Mann

Wie?

mit einem 28 cm Schiffsgeschütz
man weiß ja nie
sag ich doch

Inbound eMail, wie gehen Sie damit um?

1. mit Interesse zur Kenntnis nehmen
2. löschen
3. ablegen

Und Outbound?

Wieso autbaund?

 

 

 

Und hier die spontane vollautomatische Auswertung:

Bei Ihnen ist alles ganz schön paletti!

Vorname/Name (muss aber nicht sein)

eMail-Adresse (richtig geschrieben, ist das klar?):


Bei Archivmaterial (wie dieser Seite) ist das Tschäcklistenformular ein Dummy, den können Sie nicht abschicken, die Absendefunktion ist ausgeschaltet!

 (ii)

 

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Spottolski


Der Vermeidungsimpuls im Bezug zur Wahrheit

Spottolski war in eine Sache verwickelt, die auf unserem Rasen Haarbüschel hinterließ, sowohl seine schönen, schwarzen als auch die blütenweißen des dicken Don von nebenan, Nachfolger von Fat Cat, welcher den großen Kater im Himmel besuchen ging und seither vermisst wird.

Vier Uhr früh, erklärte ich, sei 4 Stunden zu früh für Kartellverhandlungen. Jedenfalls unter meinem Schlafzimmer. Sowas lasse sich diskreter erörtern.

Spottolski war aufgebracht, geradezu unkonzentriert, was meine Belehrung anging, und legte sich sofort auf die Lauer, diesseits des Küchenfensters, und blutete vor sich hin. "Das ist normal;" sagte er, "Marketing, kommt in den besten Familien vor."

"Ihr habt euch um das Revier gebalgt," korrigierte ich, "bloß keinen Streit vermeiden! Mitten in der Nacht, nicht alle Latten im Zaun, habt ihr."

In besten Familien

Der Zaun sei klar markiert, knurrte er, der sei ihm, einschließlich allem was da herunter fällt. Oder oben bleibt, das wisse man vorher nicht genau. Deshalb habe er mit dem Kollegen über den Vermeidungsimpuls geplaudert. "Ich suche keinen Streit, du kennst mich doch."

Auf der Wiese gegenüber, in Dons Revier, war nichts zu sehen. "Überhaupt, ein weißer Kater!" schrie Spottolski. "Der sieht vielleicht bescheuert aus!"

Ich bezweifelte seine Durchdringung des Vermeidungsimpulses. Im Zusammenhang mit Zaunfragen, vermutete ich, könne er den Impuls kaum vom Radetzkymarsch unterscheiden. Spottolski bestand darauf: "Ich sag, wie's ist! Warum sollte ich lügen?"

"Eben, warum solltest du?"

"Ich gebe überhaupt ausschließlich die Wahrheit von mir," sagte er, während ich sein Ohr mit Salbe behandelte. Früher sah es aus wie Blumenkohl, jetzt wie Endivien. Dann wischte ich die Fensterbank und den Boden auf.

"Katzen können nicht lügen." verkündete mein Experte. "Die reine Wahrheit ist, was ich in dem Moment glaube, wenn ich es sage."

Die reine Wahrheit

"Echt?"

"Echt." Er sah mich gönnerhaft an. "Ohne Wahrheit kommst du im Marketing zu nichts."

Ich wüsste nicht, was ich ohne ihn täte. Echt.   (ob)

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Tipps zur eMail


Für Ihre Sales Promotions

Sprunghaft verbessern Sie Ihre Verkaufsförderung mit zwei neuen Werkzeugen, an die Sie möglicherweise noch nicht gedacht haben. Es gab sie in dieser kompakten Gestalt noch nicht. Beide bedienen sich der eMail, sind einfach zu benutzen und auf Wirksamkeit ausgelegt:

eMail-Abruf - statt Faxabruf oder Download über Website-Formulare

Premium eMail - der Versand von Mehrwert inkl. Inkasso

Der eMail-Abruf ist Nachfahre des Faxabrufs, der zwar ganz praktisch, aber eine kommunikative Einbahnstraße war. Der Abkömmling öffnet die Tür in das CRM (Customer Relationships Management) - vor dem Sie sich auf die Dauer doch nicht drücken können - und während die Fundis allerorten auf den Nägeln kauen, wie sie den CRM-Super-Flop vermeiden, richten Sie schon mal die Schifffahrt im eMail-Kanal ein.

Diese Abruf-Variante dürfte auch den üblichen Download über Formulare auf der Website ersetzen. Der geplagte Juser braucht dafür nur zwei Klicks, statt sich umständlich identifizieren zu müssen, und doch wissen Sie, wem Sie Ihre Sache geschickt haben. Mit ein bisschen Geschick ködern Sie aus dem einen Kontakt mehrere, ohne sich mit dem Datenschutz anzulegen.

eMail-Abruf

Mit der Premium-eMail gehen Sie einen Schritt weiter. Vielleicht sind auch Sie es leid, Ihr Wissen oder gar Diensteistungen kostenlos zu verteilen, nur weil im Internet alles gratis zu sein hat. Echter Mehrwert, über das Netz ausgeliefert, kann nun auch mit Kleinbeträgen vergütet werden, und nicht einmal vom Inkasso bekommen Sie einen dicken Hals.

Allerdings müssen Sie Ihre Kunden an das Bezahlen gewöhnen. Angenommen, Sie würden ein Auto verkaufen, dann aber die Übergabe des Zündschlüssels als Mehrwert deklarieren - beispielsweise indem sie den Kunden zwingen, eine 0190er Nummer zu wählen (doch das gibt's, wo waren wir stehen geblieben?) - dann könnte er unwirsch reagieren. Und Sie haben eine Chance verspielt, auf Jahre hinaus.

Mehrwert bedeutet, der Kunde erhält erstens einen zusätzlichen Nutzen, und zweitens erkennt er dessen zusätzlichen Wert.

Vergessen Sie also irgendwelchen Quasi-Mehrwert, an dem Ding muss Fleisch sein. Haben Sie so etwas zu bieten, wird es Zeit sich um die Verfahren zu kümmern, wie man dafür vergütet wird.

Premium eMail

Ihre Chance, von meinem Kunden dial systems zum eMail-Abruf und zur Premium eMail eine kostengünstige Referenzinstallation zu beziehen, stehen ausgezeichnet. Wie mir Oliver Selaff versichert (der macht dort das Marketing unter fon 040 800 200 66 und mail selaff@dialsystems.de), kommt es ein bisschen darauf an, wer zuerst kommt.

Ich denke, Ihre freundliche Neugier schadet nicht.   (ob)

Gegen den Strich gekämmt


Bill Gates vs. General Motors

Gerüchte gibt es, wie man weiß, im Internet so gut wie gar nicht. Bis auf dieses:

Bill Gates: "Wäre General Motors so fortgeschritten wie die Informationstechnik, dann gäbe es bereits das Dreiliterauto, zum Preis von 25 $."

Daraufhin GM: "Jedesmal wenn der Mittelstreifen neu gepinselt wird, muss das Auto der Computerindustrie ersetzt werden; es toleriert nur einen Fahrer, der Beifahrer braucht Update und Extra-Sitz; zum Ausschalten muss man den Schlüssel auf START drehen, aber mitten auf der Kreuzung bleibt es von alleine stehen."

 

Das war's für heute!

 

baerentatze

Impressum

Deutsche Bibliothek : ISSN 1619-7909 (Web-Ausgabe)
Jahrgang/Ausgabe/Datum : 4 / 4 / 24.7.2002
Frequenz / Preis : vierteljährlich / gratis
Herausgeber : Dipl.-Ing. Oliver Baer
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