baerentatze

April 2005

Der wirklichkeitsnahe Rundbrief zur Praxis und Ethik des Marketings

Inhalt dieser Ausgabe

Kommentar

Thema

Charliers Depesche aus Digitalien

Leser, Kollegen, Wettbewerber

Spottolski

Gegen den Strich gekämmt


Kommentar

 

Marketing, das nicht stört

Liebe Leser der baerentatze,

"Marketing heißt, ein Produkt zu entwickeln, das den Kunden nicht zu sehr stört", meint Wolf Lotter. Marketingleute sehen das anders, sie haben gelernt, man müsse dem Kunden nur kommunizieren, dass unsere Kunst viel' Künste übersteigt, und wo geklickt wird, damit er beglückt wird.

Die grantigen Beiträge in brand eins sind von Wolf Lotter. Fast immer.

Unterdessen suchen manche für ihr Marketing schon Leute, die vom Marketing lieber nichts verstehen sollten, etwa Soli fer, die hier schon wieder erwähnt wird, dieses mal, weil sie den Marketingpreis des Deutschen Handwerks bekam.

Es gebe drei Wege zum Ziel, sagt Preisträger Leukefeld: "Den richtigen Weg, den falschen sowie unseren." Die gesuchte Person solle besser Musik studiert haben als eine Betriebswirtschaft, die mitsamt ihrer Verkehrssprache über den Atlantik schwappt und dazu führt, dass Leukefeld den Pitch seiner advertising agency nicht checken könne. Als er die Werbedamen aufforderte, ihm in der Muttersprache zu erklären, was sie wollen, da war es still im Raum.

Macht Musik statt Marketing!

Mit einem Austausch der englischen gegen deutsche Wörter war und ist es nicht getan, Hohlräume sind nun mal auf Deutsch schwieriger zu füllen als in der Weltsprache der Business Administration.

Das ist kein Zufall, Communication nach der angelsächsischen Lesart soll nicht mehr Gemeinsamkeit herstellen, beispielsweise durch Austausch von Gedanken über wirkliche Dinge. Communication soll Stimmungen transportieren wie das Fernsehen, in eine Richtung. Eigenes Denken stört den Empfang:

"Lass dich beruhigen, amüsieren, beeindrucken, unter Druck setzen - fühl dich wohl, indem du tust, was ich dir sage!"

So etwas gelingt in Fremdsprachen leichter; es mag sich halt keiner blamieren, dass er etwas nicht verstanden hätte. Auf Englisch läuft es besonders glatt, denn als Weltverkehrssprache meidet sie das Genaue, bevorzugt das Ungewisse (notfalls sieht man sich vor Gericht.) So ist sie durch ihren Gebrauch geworden, Shakespeare rotiert im Grabe. Latein, die lingua franca der Wissenschaft früherer Jahrhunderte, sperrte sich solchem Missbrauch, Latein war keine Alltagssprache. Englisch gibt sich dem Benutzer hin, wie er es möchte. Der Preis - die Wischiwaschisierung seines Denkens - stößt dem Freier nicht auf. Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.

Zu leicht zu legen

Was Leukefeld an der Ehrung besonders freut: Hier wurde der Beitrag der Sprache zu einem erfolgreichen Marketing gewürdigt. Dass darin mehr geschieht als das Klopfen von Sprüchen, erfahren Sie hier: Wofür es den Marketingpreis gab.

Preiswürdig mag es sein, einmalig ist Soli fers Marketing nicht, eher typisch für den Mittelstand: Erst eine ordentliche Leistung, dann deren Darstellung. Allerdings finden solche Unternehmen medial nicht statt, in der Presse wie in der Politik ziehen die großen Namen, auch wenn sie stets das gleiche produzieren, Nachrichten gemäß dem Muster "Dackel beißt Rentnerin". Falls Sie ein Produkt haben, das den Kunden nicht zu sehr irritiert, aber Probleme mit Ihrem Markt erleben, oder falls Sie planen, den Dackel zu beißen, rufen Sie mich an: +49 (0)35955 40099. Das machen wir zusammen.

"Schon wieder keine Rentnerin vom Dackel gebissen" ist nun mal schwach, zugegeben. brand eins schafft es trotzdem, gute Nachricht spannend zu berichten.

Ihr Oliver Baer

 

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Thema


Zauber des Bewirtens

Alles schön und gut, aber was kann ich für meine Unternehmenskultur tun? So einfach wie Software einkaufen ist es nicht, aber billiger. Schwieriger ist es, weil man Kultur nicht macht, wenn man sie braucht - sie besteht bereits. Man hat die Kultur, die nun mal da ist, auch wenn sie dem Unwort Unkultur zu nahe kommt.

Unternehmenskultur bilden wir aus rohen Klötzen. Das ist mühsamer als bei Obi einen fertigen Gartenzwerg zu erwerben, aber eine Handvoll Tricks gibt es. Einer heißt Espressomaschine, sprich Raus mit dem Filterkaffee!

Die durchschnittliche deutsche Verhandlung beginnt an einem Tiefpunkt, vermutlich aus dem puritanischen Glauben, dass viel Mühe zu etwas Besserem führen werde. Symbol dieses Glaubens ist der Kaffee, dem man schon ansieht, wie er schmeckt. Er wird mitsamt einem Kaffeesähnchen serviert, welches dem verbliebenen Kaffeearoma den Garaus macht. Immerhin ist es selbstgebrauter Kaffee, in anderen Büros wird der Gast zum Automaten im Flur marschiert: "Esspresssso, Latte matschato, Kapputschino?" Für die hausinterne Kommunikation brächten diese informellen Begegnungen um den Automaten ungeheuer viel, heißt es. Na, und die Zeit, die man beim Kaffekochen spart!

Sähnchen aus dem Zwölferpack, nicht ohne Sachbeschädigung zu öffnen

Trivial? Nicht ganz, denn Bewirtung ist praktizierte Magie, nichts für Kostverächter, nichts für Kostenquetscher. Indem wir etwas zum Verzehr reichen, berühren der Gast und wir den Boden der Wirklichkeit, die Erde, aus der die Bohnen geerntet und das Wasser geschöpft wurde. Indem wir innehalten, bevor wir abheben in die Welt der Ideen, bestimmen wir bereits den Erfolg unserer Verhandlung. Bis der Ranghöchste im Raum den Moment gekommen sieht: "Was, junge Dame, glauben Sie denn für uns tun zu können?"

Was wir - unter dem Namen Káffe - auf der ersten Silbe betonen, beschreibt unsere Gepflogenheiten mit dem Wesentlichen. Es zeigt unseren Mangel an Respekt vor dem Zauber, den eine Begegnung entfalten kann, nein soll. Das gilt nicht erst, wenn uns einer besuchen kommt. Unter den Kollegen im Hause geschieht ununterbrochen etwas, das den Kaffee braucht wie der Motor das Öl. Wenn die Espressomaschine jemand zu dienen hat, dann den Menschen im Hause. Kultur kristallisiert an der Anfertigung des Gebräus. Die Sorgfalt, mit der wir es bereiten und einander bewirten, beschreibt an jedem Tag, wir wie zueinander stehen. Wo es etwas zu korrigieren gibt. Stößt ein Gast hinzu, so heißt ihn unsere Kultur willkommen.

Probe aufs Exempel: Bestellen Sie einem Wiener Kaffeehaus Káffe statt einen Café.

Marketing ist nicht, dass wir dem Kunden eine rituelle Mundspülung verabreichen. Marketing ist unser Umgang mit den Menschen und ihren Zielen, die wir gemeinsam verfolgen. Das überzeugt, denn die Kultur schimmert durch und findet ihren Weg in die Bilder und die Sprache unseres Auftritts: Hier wird Wertarbeit noch geschätzt. Und das ist ein Schälschen Heeßen wert.  (ob)

 

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Zu Ende gedacht, den Anfang gemacht

Hart an der Grenze zum Kitsch positioniert sich der dm Drogeriemarkt: "Hier bin ich Mensch - hier kauf ich ein!" Dem geheimen Rat Goethe hätte aber gefallen, wie ihn dm-Gründer Götz Werner zitiert.

Götz Werner vergreift sich aber nicht am bürgerlichen Kulturgut, er schafft neues. Im Grunde wirkt es alt, wie selbstverständlich, wie eine Idee, die wir kennen, aber vergessen haben. Beispielsweise spricht er nicht von Personalkosten. "Unsere Mitarbeiter sind kein Aufwand, der das Ergebnis reduziert, sie führen den Ertrag herbei!" Den Gedanken mal auf der Zunge zergehen lassen. Einblick hierzu verschafft www.nachgedacht.info mit Beispielen und Kommentar.

Nicht nur zur Betriebswirtschaft fällt ihm Saftigeres ein als lean management, downsizing und benchmarking, Knallideen, die verdächtig oft auf Englisch daherkommen. Götz Werner öffnet dazu den Blick auf eine Lösung für das Drama, dass immer weniger Beschäftigte immer mehr Nichtarbeitende zu tragen haben.

Skepsis gegenüber Gedanken-Kurzwaren aus Amerika entsteht von alleine. Vielleicht.

Dazu gibt es ein vortreffliches Interview von Gabriele Fischer mit Götz Werner im Wirtschaftsmagazin brand eins. Kürzer geht's wirklich nicht, also nur dieses: Werners Methode verändert nicht die Wirklichkeit, sondern unsere Sichtweise darauf. Sie gäbe uns den Mut zu steuer- und sozialpolitischen Konsequenzen, die mit der Wirklichkeit einhergehen, statt sie fortlaufend zu nötigen. Seine Lösung dürfte sogar aufkommensneutral sein und trotzdem wäre sie eine Revolution.

Zur Lektüre des Interviews empfiehlt sich ein Burgunder.

Wie zu erwarten, hebt sich dm schon mit seinen Grundsätzen des Unternehmens von gängigen mission statements ab. Schön ist, dass ihm der wirtschaftliche Erfolg auch gegen jene Skeptiker rechtgibt, deren Wahrnehmung bereits beim shareholder value endet. Den größeren Zusammenhang, in dem sich Götz Werner bewegt, erlesen Sie in seiner Antrittsvorlesung an der Universität Karlsruhe.  (ob)

 

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Charliers Depesche aus Digitalien


Eingang zur Erreichbarkeit

Nun ja, den ganz großen Massenandrang erleben wir noch nicht, wenn Webstandards und Accessibility zum Thema von Tagungen oder Kongressen werden. Aber das von Jahr zu Jahr zunehmende Interesse ist unverkennbar. Im kommenden Mai habe ich innerhalb einer Woche gleich auf zwei Veranstaltungen die Gelegenheit, dieser Nachfrage zu begegnen.

In Bitburg findet vom 8. bis zum 10. Mai das Symposium "Mehr Wert für alle" statt - es rückt damit vom fernen Trier doch etwas näher an die Schlüsselregion Köln/Bonn. In diesem Jahr geht es mit Teilnehmern und Referenten aus mehreren europäischen Ländern um die Frage: Wie kann die Bereitstellung und Nutzung von Informationstechnologien dazu beitragen, möglichst allen Menschen den Zugang zu Information, Bildung und zum Arbeitsmarkt zu erleichtern? In insgesamt fünf Workshops wird das Thema mit Entscheidern aus Politik und Wirtschaft diskutiert. IT- und Kommunikationsprofis erhalten eine Einführung in die fachlichen Grundlagen, und Experten sowie Betroffene befassen sich mit den Potentialen von E-Learning auf allen Stufen des Bildungssystems - nicht nur, aber mit besonderem Schwerpunkt auf der besonderen Situation von Menschen mit Behinderungen. Mein Beitrag liegt im Workshop 2, wo Webpraktiker und ihre Auftraggeber die Gelegenheit erhalten, sich mit dem nötigen Rüstzeug auszustatten: Was sollen wir tun, und wie packen wir's an?

Bitburg vom 8. bis 10. Mai

Am 12. Mai geht es dann nach Darmstadt, wo das Zentrum für grafische Datenverarbeitung der Fraunhofer-Gesellschaft zum dritten Mal den Kongress "Barrierefreies E-Government" durchführt. In diesem Jahr stehen Fragen der Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt, und das interessiert natürlich nicht nur das Government: Was kostet es denn tatsächlich, behördliche oder kommerzielle Webauftritte entsprechend den gesetzlichen Vorgaben "barrierefrei" zu machen? Verursacht das nur Mehrarbeit und Kosten - oder läßt sich daraus auch ein Nutzen für den Anbieter ziehen?

Darmstadt am 12. Mai

Mein Thema ist: "Barrierefreiheit als kalkulierbaren Prozess gestalten" - und mit kalkulierbar meine ich auch, daß unter dem Strich keine roten Zahlen stehen. Verpflichtung zur Barrierefreiheit und Standardorientierung können willkommene Anstöße geben, das Webpublishing besser in unternehmens- oder behördenweite Prozesse einzubetten und die Vorteile einer zeitgemäßen Qualitätssicherung zu nutzen. Dann entstehen - wenn man es richtig anfasst - aus der zunächst als Belastung empfundenen Verpflichtung zu barrierearmen Webangeboten auch ansehnliche wirtschaftliche Vorteile - sogar da, wo es nicht um die Vergrößerung von Marktanteilen und Umsätzen geht.  (mc)

Neu zu sehen: Michael Charliers erreichbarer Netzauftritt, barrierefrei sogar für mobile PDA-Benutzer.

 

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Leser, Kollegen, Wettbewerber


Beobachtungen und Verweise

RSS wird salonfähig

Einige Anbieter machen es dem Laien schon einfacher, aber so richtig juserfrändli erklärt es noch immer keiner.

Unter dem Titel Schneller informiert als je zuvor erklärt nun selbst die FAZ ihren Lesern, worum es bei RSS geht. Zwar noch nicht so verständlich, wie es der Laie braucht, aber immerhin, das ist schon nicht mehr die erste Schwalbe, die den Sommer ankündigt.

Dem Monte Müllo im Postfach zu Leibe rücken

Wahrscheinlich erscheint RSS in ganz anderem Licht, wenn es mit Werbemüll und Schädlingen in E-Mails so weitergeht. Experten rechnen damit, dass bereits in einem Jahr zwei Drittel sämtlicher Imehls weltweit unerwünscht sind. Dann wird RSS von alleine zur Alternative, überall wo Rundbriefe und Newsletter nicht mehr durch die Filter dringen. Das wird eines Tages auch das Ende der E-Mail-Ausgabe (!) der baerentatze bedeuten (nicht der Web-Ausgabe). Nur wer sie wirklich lesen möchte, wird sich über RSS anschließen, RSS gibt Bescheid, wann die neue Ausgabe zu lesen ist und Sie besuchen Klaue des Bären im Web. Demnächst haben auch wir unsere Infrastruktur darauf eingerichtet.

Wir brauchen die Briefmarke: 1 Cent/E-Mail

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Kopfstand

Trade Group in Hannover hat sich vom klassischen Netzauftritt verabschiedet.

Stattdessen gibt es ein Weblog, sprich Netztagebuch. Besuchern mit heller Haarfarbe ist allerdings eine Hürde gesetzt: Die Startseite entspricht dem Eintrag der Trade Group in den - gedruckten - Gelben Seite Hannovers.

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Vorsicht, Prüfstand!

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Onlide

Mit einem Aprilscherz "onlide schliesst sich Feng Shui-Lehle an" schaffte es das Onride-Portal bis in den Spiegel. Hängen geblieben ist eine Entdeckung am Rande.

Ersetzen Sie das "r" durch ein "l" bei denglischen Begriffen: Wie wärs mit einem Refleshelkuls im Lapid Plototyping?

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Denglisch aufs Kleuz legen

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Liebe ist unerheblich

In unserem Wortschatz nimmt Liebe einen relativ geringen Teil des Gesamtumfangs ein. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Liebe einen relativ geringen Teil unseres Lebens ausmacht.

Mit eben dieser Logik tritt die neue Rechtschreibung am 1. August in Kraft, "ausgenommen werden Teilbereiche [...], die nur einen relativ geringen Teil des Gesamtumfangs ausmachen". Da hätten wir Schwein gehabt, denn die Kultusminister sammeln offenbar genau die Reformteilchen wieder ein, die ihnen kein Kulturschaffender abnehmen mochte - weil sie unsere Sprache verarmen.

So rücksichtslos geht mit seiner Muttersprache um, wer nichts für sie empfindet. Warum sind diese Leute ausgerechnet Kultusminister?

Kann denn Liebe Sünde sein?

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Intranet-Brauser

Systemanforderungen für den Brauser sind ein Betriebssystem ab 16 m/w, ein freier Speicher von 50 ml sowie ein einsprühfähiges Doppellippenlaufwerk.

Er war der heimliche Star der CeBit: Der Intranet-Brauser AUFex 1.1 in der Version PR038%. Das integrierte 3m5-Top-Speed-Modul wurde für den AUFex komplett neu entwickelt und sorgt für mindestens 30 Promille mehr Geschwindigkeit als die Vorgängerversion. Die neuartige c.o.m.a.-Technologie braust Ihr Intranet garantiert mit mindestens 64 Bit Farb-tiefe bei gleichzeitigem virtuellen Realitätsverlust. Je nach Nutzungsdauer generiert die sagenhafte 3D-Engine auch schon mal 4D-Effekte. Die innovative "Plug & Spray"-Applikation erlaubt den problemlosen Einsatz auf jeder gängigen Hardware. Der PR038%-Faktor schützt 100-prozentig vor Viren, Wanzen und Kopfläusen (ist aber dafür eigentlich zu schade). Die hochauflösende Vollbildmaximierung Ihres inneren Fensters ist standardmäßig voreingestellt, lässt sich aber in den Systemeinstellungen deaktivieren.

Gelungene Direktwerbung

Erhältlich bei 3m5 Media GmbH mitsamt Betriebsanleitung für die Plug & Spray-Installation.

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Geliefert mit 50 ml Nasenspray, als Schnaps getarnt.

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Die Wettbewerber warten gerne

Bald reden wir nur noch Englisch - das ist praktisch. Zu bedenken ist eine Kleinigkeit: Was geschieht, bis es so weit ist?

Abwarten, bis der Tee alle ist

Im letzten Beitrag zur Reihe Beiträge zur Deutschen Sprache vor der Sommerpause widmet sich Oliver Baer einer Frage, die zu Ende gedacht gehört. Während wir noch kein ausreichendes Englisch beherrschen, um im Weltmarkt zu bestehen (bspw. um Patente anzumelden und mit Aussicht auf Erfolg zu verteidigen), verkommt unser Deutsch zur Mundart: He, schmeißma die Wurst! -- Macht aber nichts, die Konkurrenz wartet gerne, bis wir auf gleicher Ebene mitmischen.

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Beginn um 18 Uhr, am 2. Mai, im Solarzentrum der Soli fer Solardach GmbH in Freiberg, Zuger Straße 7b, Eintritt frei.

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Spottolski


 

Händsonmarketing

Spottolski hatte mächtig zu tun mit den Frühjahrs-Ausschreibungen. Zum Gratulieren schaute er dennoch herein, keine sechs Wochen nach dem Jubeltag.

"Fürs Sprücheklopfen habt Ihr einen Preis kassiert?" sagt er und blickt gezielt am Fressnapf vorbei.

"Dein freundliches Lob gibt mir was," sage ich.

"Mit milieugerechter Kundenansprache lockst du aber keinen Kater," versichert Spottolski. Er und die Kollegen hatten sich im Winter eine Fortbildungsmaßnahme gegönnt, EU-gefördert, im Keller der Jugendherberge, Vorlesungen über die Werbung, Mäuse verfolgen im Finstern, Vögel fangen im Schnee, Möbel bekrallen, Vögel wieder ausspucken (im Wohnzimmer), was halt so zur Kundenpflege gehört.

"Das war erste Sahne," sagt Spottolski, "was wir gehört haben: Ogilvy, Effenberg, Küblböck, Goethe. Das sind Experten, da kannste deine No-names wegstecken. Cluetrain, dass ich nicht huste!"

"Da bist du mir voraus. Effenberg hab ich nicht gelesen."

"Sprache, die der Kunde versteht, wenn ich das schon höre! Kaum geht ihr auf zwei Beinen, glaubt ihr Menschen an das eigene Marketing!"

"Dieser Ogilvy, erzähl mal: Was sagt er zur Werbung?"

"Dass sie gut ist. Wenn sie gut ist."

"Und Goethe?"

"Mein Idol. Als erster zuhauen, ordentlich zuhauen und nicht aufhören zuzuhauen."

"Das sagt Goethe?"

"Ist das ein Kreuzverhör?" schreit Spottolski. Er schnuppert: "Hier wurden Ölsardinen geöffnet. Warum ruft mich keiner?"

"Das Zeugs wird schlecht, während du Geschäfte machst."

"Jetzt bin ich hier. Während Ihr eure Texte friemelt, bin ich bei der Kundin, brand recall, after sales service, online rip-off, client over the table pulling, ich brauche Kraftnahrung."

"Zum Prügeln mit Nachbars Kater?"

"Arbeit schändet nicht."

"Was Du unter Marketing verstehst, dafür kommt unsereiner vor Gericht."

"Hautnah am Markt bin ich, das ist hands-on."  (ob mit sp)

 

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Gegen den Strich gekämmt


 

Dackel beißt nicht, Dackel sagt ade

Da schließen welche das Geschäft, aber statt sich hinter einem wohltemperierten Konkurs zu verbergen, schreiben die Hamburger Wolfsons ihren Kunden, Lieferanten und Freunden, bis wann sie auf welche Weise und doch, ach so kurz vor dem 60. Firmenjubiläum die Türen schließen.

Die kleine Wehmut weicht aber der stillen Freude. Dass es den Kaufmann alter Schule noch gibt, diese Ehre gebührt Barbara Wolfson-Heye und Karen Wolfson, und dafür dankt ihnen am besten Walter Schoendorf selbst. Seine Trade Group baute übrigens seinerzeit für die Wolfsons den fotografisch bestgelungenen Netzauftritt, den die baerentatze je zu sehen bekam.  (ob)

Wolfson - Alles, was Bild ist

 

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Das war's für heute!

 

baerentatze

Impressum

Deutsche Bibliothek : ISSN 1619-7909 (Web-Ausgabe)
Jahrgang/Ausgabe/Datum : 7 / 2 / 12.4.2005
Frequenz / Preis : ziemlich unregelmäßig / gratis
Herausgeber : Dipl.-Ing. Oliver Baer
Inhalt Website : www.baerentatze.de/files/sitemap.htm
Impressum nach $6 TDG : www.baerentatze.de/files/impress.htm

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