----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e ----------------------------------------------------------------- >--- der wirklichkeitsnahe Marketingbrief >--- fuer Ingenieure, Dienstleister und Anbieter teurer Produkte Deutsche Bibliothek ISSN 1438-4914 (Archiv) Jahrgang/Ausgabe/Datum 1 / 2 / 8.8.99 Frequenz nach Bedarf, sonst monatlich Preis gratis Herausgeber Dipl.-Ing. Oliver Baer Homepage http://www.baer-coach.de Bitte verwenden Sie in eMails und zur besseren Lesbarkeit dieses Newsletters den Font COURIER. Zum Bestellen und Abbestellen usw. gibt es Anleitungen am Schluss. > INHALT ----------------------------------------------------------------- - Zur zweiten Ausgabe 1 Der Kunde stoert bei der Arbeit 2 Fahren wir schon - oder schieben die den Bahnhof vorbei? 3 Aus der Sammlung der Verkaufsargumente 4 Etikette des eMail-Verkehrs 5 Beachtenswerte Links im Netz 6 Spottolski: Ueber das Ausschreiben von kreativen Leistungen 7 Vorschau und Seitenblick 8 Technische Hinweise: Anmeldung, Abmeldung usw. / Impressum 9 Gegen den Strich gekaemmt > ZUR ZWEITEN AUSGABE ----------------------------------------------------------------- Liebe Leser, Die erste Ausgabe wurde gelobt, die zweite haben wir im letzten Augenblick auf 16 Kb gekuerzt, was als Grenzwert fuer Newsletters gilt. Was Sie hier vermissen, erscheint nach und nach auf der Website. Unser Hauptthema > Der gedeihliche Umgang mit Kunden und Lieferanten < wird daher von zwei Seiten umzingelt. Ich bin gespannt, ob Ihnen die baerentatze in der leichteren, sommerlichen Ausfuehrung zusagt. Die anderen Leser sind uebrigens gespannt auf Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie uns, selbst kurze Notizen, die wir aufgreifen duerfen. Was die Rechtschreibung anlangt, schliesst sich die baerentatze dem Spiegel an: Gemaessigte Teilnahme, unter Verzicht auf Unfug. Einen freundlichen August wuenscht Ihnen Ihr Oliver Baer > 1 DER KUNDE STOERT BEI DER ARBEIT ----------------------------------------------------------------- ---- Das Telefon klingelt, es ist der Kunde. Solange er redet, bleibt sein Auftrag liegen. Nicht nur Freischaffende geraten ins Gruebeln, wenn der Kommunikationsanteil der erwarteten Leistung steigt, aber nicht honoriert wird. In der alten Marketingschule galten Telefonmanieren als Pflicht. Generationen von Telefonmuffeln wurden darauf gebimst, dass man laechelt, auch wenn's der Kunde nicht sieht. Er sieht's ja doch. Aber Ihr Laecheln gerinnt zum Grinsen und gefriert bald zum bock- igen Schweigen. Obendrein draengelt der Anrufer, wann Sie fertig werden. Sie legen auf und Ihre Konzentration ist hinueber. Ihre erste Verteidigungslinie ist der Anrufbeantworter. "Hier ist Herta Hase, momentan arbeite ich im Auftrag eines Kunden in telefonloser Klausur." Das wird respektiert. Dann bieten Sie die Loesung: "Sagen Sie mir, wo ich Sie zwischen 13 und 15 Uhr erreiche." Zweite Linie: Leiten Sie Anrufe weiter, telefonieren Sie zur Zeit Ihres Tagestiefs. Auf keinen Fall versaeumen Sie den Rueckruf, sonst broeckelt Ihr Standort. Ich verwende einen Wecker. Dritte Linie. Mittels Festnetz und Handy fingieren Sie eine zweite Unterbrechung: "Ich glaub, hier brennt die Scheune ab, ich ruf Sie gleich zurueck, oder besser 14:30 Uhr, einverstanden?" Letzte Linie: Hoefliche, originelle Formulierungen bereithalten: "Das macht nichts, dass Sie mich unterbrechen. Ich war bloss mit Ihrem Auftrag beschaeftigt." Probieren Sie den mal mit und mal ohne Laecheln. Vorbeugung: Eine Hotlinebereitschaft in der Auftragsbestaetigung fixieren. Das ist bei kreativen Leistungen etwas Neues: "Fuer telefonische Beratung stehe ich waehrend der Vertragsdauer werktags von 13 bis 15 Uhr zur Verfuegung." Nicht jeder haelt sich daran, aber es hilft. (ob) > 2 FAHREN WIR SCHON - ODER SCHIEBEN DIE DEN BAHNHOF VORBEI? ----------------------------------------------------------------- ---- Bewegen Sie sich auf das Neue Marketing zu, lassen Sie es kommen, sitzen Sie den Trend aus? Hier ist eine Tschaeck- liste: Erkennen Sie Ihre Mitarbeiter, Ihr Unternehmen? | | Kundenpflege? Macht bei uns der Chef. Wenn er Zeit hat | | Akquisition von Neukunden? Da halte ich mich heraus | | eMail-Adresse? Haben wir hier, gilt fuer die ganze Firma | | Unsere Website? Lange nicht besucht, die kenne ich ja schon | | Messeteilnahme? Ach wissen Sie, man sitzt sich ja muerbe | | Visitenkarte? Die URL schreibe ich Ihnen drauf | | Anfragen per eMail? Ja, wer soll die bearbeiten? | | Ich lass das Telefon klingeln. Meine Arbeit geht vor | | Diesen bunten Prospekt druckt unser Tintenstrahler | | Unsere Website macht ein Student von der TH | | Kommunikation ist alles! Die Auswertung machen Sie bitte selber, ich hab gerade zu tun. (ob) __________________________/ Anzeige /____________________________ Ihr eigener Newsletter ... hebt ab Das Konzept macht: Oliver Baer Telefon +49 (35 955) 4 00 99 ________________________________________________________________ > 3 AUS DER SAMMLUNG DER VERKAUFSARGUMENTE ----------------------------------------------------------------- ---- "Sie erhalten von uns keinen hoeheren Tagessatz als wir fuer unsere eigenen Ingenieurleistungen berechnen". Auf diesen exotischen Einwand ist wohl keiner gefasst. Der Ingenieur, dem diese Aeusserung entfuhr, moechte sicher nicht das gleiche hoeren, wenn er in Olmuetz vorspricht. Respektive die Olmuetzer hoffen es, wenn sie in Rostov anbieten, die Rostover in Daressalam usw.. Zwingen Sie Ihren Kunden nicht, diese Spirale bis zum Nullpunkt zu Ende zu denken. Keiner steht gerne mit dem Ruecken zur Wand. Auch der sachlich richtige Hinweis ist unwillkommen, dass sein Honorarneid auf das eigene Marketing wirkt wie DDT - sein Haus wird immun gegen gedeihliche Geschaefte. Drehen Sie die Sache um: Malen Sie den Tagessatz aus, den der Kunde aufgrund Ihres Beitrages verlangen wird, sobald er auf fetteren Boeden pfluegt. Sollte jedoch Ihr Beitrag dieses schoene Ziel verfehlen - dann waere auch der niedrige Tagessatz Ihres Kunden zu teuer. Und dann haengen Sie die Latte hoeher: Bringen Sie him bei, faire Preise fuer seine Leistungen zu erzielen. Wahrscheinlich braucht er einen Markt mit hoeherwertigen Beduerf- nissen. Wenn Sie ihm dabei nicht helfen koennen, akquirieren Sie woanders. (ob) _______________________/ Kleinanzeigen /_________________________ - Die eigene Firma im Internet? Dort wird Ihnen geholfen: http://www.HTML-Creative.de *Web-Design nach Ihren Wünschen* - Erfolgreich ist, was funktioniert! http://www.procommerz.de Internetproduktion, Web-Datenbanken [Sie verdienen mehr] Ghostwriting und PR mit Kompetenz fuer Text und Technik: ART & SCIENCE schreibt fuer Sie: http://www.s.shuttle.de/medlab/ - Individuell, professionell und schnell Ihre Webpräsenz nach Maß! => http://www.reister.de <= - Die Werbung muss sein, * Petra Werbung mit gutem Design * http://www.petra-werbung.de/ ----------------------------------------------------------------- > Anzeigeninfo: Am besten wird getauscht - do ut des< _________________________________________________________________ > 4 ETIKETTE DES EMAIL-VERKEHRS ----------------------------------------------------------------- ---- In manchen Firmen werden Briefe nach DIN gestaltet. Wie man telefoniert, wird in Kursen gelehrt. Nur bei der eMail ist erlaubt, was gefaellt. Nur: Gefaellt's Ihrem Kunden? Machen Sie sich verstaendlich mit Gekritzel? Koennte Ihre eMail nicht eine Visitenkarte sein? Das Schoene an der eMail ist ihr Tempo, es provoziert die spont- ane Antwort. Ein bisschen Anarchismus, zum Eingewoehnen in das neue Medium, tut gut. Aber es gibt Einiges, das Ihre Empfaenger stoert. Haben Sie sich schon gefragt, warum die baerentatze keine Umlaute enthaelt? Mit einer leeren eMail rufen Sie einen Text zum netzgemaessen Gebrauch von eMails ab: (ob) > 5 BEACHTENSWERTE LINKS IM NETZ ----------------------------------------------------------------- ---- Textreparatur bietet Jens-Oliver Krysztof an. Damit werden Broschueren und Websites geniessbar gemacht. Sehen Sie nach auf: . ---- Wer seine Website vom Nachbarssohn bauen laesst, findet in *Die Goldenen Regeln fuer schlechtes HTML* siebzig Gruende, warum er sich das ueberlegen moechte. Auch als Download zu haben bei: ---- Befluegelt werden Sie von einem ungewohnten Angebot an Text und Grafik junger Dresdner Kuenstler. Es wird in bekoemm- lichen Portionen vorgestellt auf ---- Und Spottolskis Ansichten zur Imagewerbung finden Sie unter auf . > 6 SPOTTOLSKI > Ueber das Ausschreiben von kreativen Leistungen ----------------------------------------------------------------- ---- Wer ein Werbe- oder Internetbudget auszugeben hat, moechte wissen, wem er das viele Geld anvertrauen darf. Dazu gibt es die Ausschreibung. Lieber Auftraggeber, mein Kater Spottolski meint, ich solle Dir einen Brief von ihm schicken. Nun ist er vor dem Diktat zur Markterkundung aufgebro- chen, aber ich weiss in etwa, was er dir nahelegen moechte. Er meint, Ausschreibungen seien auch fuer den Auftraggeber eine riskante Sache. Immer wenn eine Mieze in unserem Dorf ankuendigt, sie sei soweit, und "May the best cat win!", gibt es ein gewalti- ges Getoese und der Sieger - sei immer der gleiche, sagt mein Kater. Ob das unfair ist, sei ihm schnuppe. Katzen kennen solche Katego- rien nicht. Aber der Staerkste sei eben nicht der Beste, oder der Pfiffigste, oder der Schnellste, oder wer nebenan bei der Mieze zuhause ist. Wennschon der ganze Stress, meint Spottolski, dann solle wenigstens die Mieze was davon haben. Ich weiss nicht, ob die oertlichen Kater den Mehrwert fuer die Miezen ernsthaft eroertern, aber Spottolski ist eine sensible Seele. So eine rein hormongesteuerte Sache, daraus wuerde keine saubere Auswahl. Ausserdem werde ja doch gemauschelt. Er sagt: Da mischt sich das Frauchen von der Mieze ein und am Ende regiert der Zufall. Also, die einzige objektive Methode, meint Spottolski, sei immer noch das Wuerfeln. Da koenne man wenigstens Glueck haben. Ich weiss nicht, ob Du damit viel anfangen kannst. Aber wenn Du Dich austauschen moechtest, schreib an mich. Spottolski ist zoff- resistent. Nur mit dem Lesen hapert's. Ich lese ihm vor. Also, wie gesagt, und herzliche Gruesse im Namen meines Katers, Dein (ii) > 7 VORSCHAU UND SEITENBLICK ----------------------------------------------------------------- >--- Demnaechst in der baerentatze oder auf der Website, etwa in dieser Rangfolge: * Unterbrechermarketing und Erlaubnismarketing * Eintrittsgeld fuer Ihr PR-Event * Amazon ist kein Buecherversand * 90% ist Kommunikation - Erfinden Sie Ihren Beruf neu! * Tempo der Kommunikation * Kundenlegen - wie wird man den unerwuenschten Kunden los? * Ingenieure - normalerweise Langweiler? * ISO 9000 und Wertarbeit - wie wichtig ist der Unterschied? * Marketingresistente KMU's >--- Ihre Wunschthemen Redaktionelle Schwerpunkte setzen Sie mit einem Schreiben an: . Oder Sie kreuzen Sie an: . >--- Aktuelle TOPICs auf der Website am 10. August: * Alles Gute kommt aus Amerika * Laendliches Marketing ist das Leben (Spottolski-Interview) * Was wir vom Hasen lernen koennen (inspiriert von Beuys) * Image und Wahrheit > 8 TECHNISCHE HINWEISE & IMPRESSUM ----------------------------------------------------------------- Mit einem Klick entsteht eine leere eMail, die Sie ohne Text und ohne Betreff einfach abschicken. Wenn Ihr Mailerprogramm das anders sieht, schreiben Sie die Adresse ohne *mailto:* per Hand. >--- Bestellen: >--- Abbest.: >--- Fragen: >--- Zweck: >--- Aendern Ihrer eMail-Adresse: 1. Abbestellen unter der alten Adresse 2. Bestellen unter der neuen Adresse ----------------------------------------------------------------- >--- Empfehlung Kopieren Sie die zwei Bestellzeilen in Ihre Mail an einen Kollegen, wenn Ihnen die baerentatze gefaellt. ----------------------------------------------------------------- >--- Beitraege und Fragen an >--- Impressum: V.i.S.d.P.: baerentatze, der wirklichkeitsnahe Marketing- brief, wird herausgegeben von Oliver Baer Coaching & Con- sulting, Schleissbergstr. 10; D 01896 Ohorn; Deutschland. Tel.:+49 (35 955) 4 00 99 | ob Oliver Baer | ii Isidor Iltis | hh Hortensia Hummel | Namentlich gezeichnete Beitraege stellen nicht die offizielle Meinung der Redaktion baerentatze dar, sondern die ihrer Autoren. Weder die Redaktion noch Oliver Baer uebernehmen eine Haftung fuer die sachliche Richtigkeit der Beitraege sowie daraus resul- tierende Handlungen. Copyright dieser Ausgabe liegt bei Oliver Baer, das der jeweiligen Beitraege bei ihren Autoren. Eine Ver- vielfaeltigung und/oder Weiterverbreitung der baerentatze ist nur komplett, nicht auszugsweise, und nur mit Angabe der Quelle zu- laessig und auch erwuenscht. Fuer unverlangt eingesandte Manu- skripte uebernehmen wir keine Haftung. > 9 GEGEN DEN STRICH GEKAEMMT ----------------------------------------------------------------- ---- Reaktion eines Kunden auf die erste Ausgabe: Quaele nie den Ingenieur zum Scherz, denn er fuehlt, wie du, den Schmerz. ----------------------------------------------------------------- >--- b a e r e n t a t z e ------------ das waer's fuer heute -----------------------------------------------------------------